Du bisch guet

Zwei ganze Jahre sind vergangen seit dem letzten Beitrag. So schnell vergeht die Zeit, so Vieles ist geschehen. Zusammenfassend kann man das in den Worten eines neuen Liedes beschreiben: „Du bisch guet“. Hier der Songtext:

Du bisch guet
Du bisch guet zu mir

Bi mim erschte Atemzug am Morge früh
Bisch Du scho ganz nach bi mir
Dr ganzi Tag drdür begletisch Du mi
I blibe, bliebe nach bi Dir

Nüt wott ig undernäh ohni Di
Dini Gägewart isch mini Luft zum Si
I streck’ mi us nach Dire Führig für mi
I schnufe töif Dini Liebi i

Was ou immer isch, was ou immer chunnt
i weiss es nid,
Was ou immer isch, was ou immer chunnt
i halte fescht
fescht a Dir, fescht a Dir

Dieser Song beschreibt sehr gut, wofür ich dankbar bin: Was auch immer war und was auch immer kommen mag – Gott ist gut, er bleibt gut. Daran gibt es nichts zu rütteln. Seine Gedanken sind gut, selbst wenn ich seine Wege manchmal nicht verstehe oder Dinge nicht einordnen kann. Ganz ehrlich, einem Nicht-guten-Gott möchte ich unter keinen Umständen meinen Glauben schenken. Aber der wahre Gott hat sich durch all die Jahre hindurch als treu erwiesen – wenn alles wankt, er bleibt. Und deshalb bin ich gerne mit ihm unterwegs und vertraue ihm, dass er alles im Griff hat.

Nüt cha mi trenne vo Dir

[Song hören] [Song / CD auf iTunes] [Songtext mit Akkorden/pdf]

Dieser Song basiert auf den Bibelversen von Römer 8, 35-39. Diese Botschaft ist so wunderbar. Es gibt nichts – wirklich gar nichts, was uns trennen kann von Gott. Nichts kann uns trennen von Gottes Liebe! Es gibt keine Gewalt, die so stark wäre, dass sie uns von Gott wegziehen könnte. Keine Macht, welche es schafft uns aus den Guten Händen Gottes zu reissen.

Wir selbst sind zwar in der Lage, von Gott gelöst zu leben und ihm zu erklären, dass wir ihn nicht wollen und ihn nicht brauchen und auch nicht glauben, dass er existiert. So besteht eine gewaltige Kluft zwischen uns und ihm. Aber selbst in diesem Fall können wir Gott nichts daran hindern, uns zu lieben. Gott hat sich dazu entschieden. Es ist eine Liebe, die wir manchmal nicht verstehen können. Es ist eine Liebe die mal grundsätzlich auf Einseitigkeit beruht. Wir können Gott für diese Liebe nichts geben. Wir können diese Liebe erwidern, indem wir ihn mit unserer beschränkten Liebe zurücklieben und ihn anbeten und verehren. Aber seine Liebe ist an keine Auflagen an uns geknüpft. Gott hat den Mensch nach seinem Bild geschaffen, um Gemeinschaft mit ihm zu haben.

Seit dieser Idee und dem Heute ist vieles passiert. Es wurde viel Glas und es wurden viele Leben Menschenleben verbrochen. Wir haben es nicht geschafft, Gott treu zu sein und seinem Auftrag, gut zu seiner Erde zu schauen, nachzukommen. Jeden Tag neu beweisen wir selbst und beweisen es uns die Medien, wie wir gottlos funktionieren und zu welchen Taten wir fähig sind. Wir haben keine Möglichkeit auf Adam zu zeigen und ihm klarzumachen, dass er schliesslich für diese ganze Misere verantwortlich ist. Jeder von uns trägt ein Stück dieser Verantwortung und bringt es nicht fertig, heilig zu leben. Und mit diesem Hintergrund gewinnen diese Bibelworte von Römer 8,35-39 und gewinnt dieser Song noch mehr an Tragweite und an Tiefe. Wir können Gott für diese endlose Liebe einfach ehrfürchtig danken und ihn dafür anbeten. Nichts kann uns trennen von seiner Liebe. Es ist diese Liebe, die uns täglich umarmt, es ist diese Kraft, die uns trägt, diese Gnade und die Güte, welche Gott uns freiwillig und grosszügig zukommen lässt. Das ist diese Herrlichkeit, welche in die Ewigkeit reicht. Es ist diese Liebe, die niemals vergehen wird. Gottes ewige Liebe.

Songtext:

Nüt cha mi trenne vo Dir

Nüt, gar nüt
nüt cha mi trenne vo Dir
Niemer,  kei Mönsch uf dere Wält
ke Macht im Himmu und uf Ärde
weder Tod no Läbe, Ängle oder Gwalte
nüt, nid Gägewart no Zukunft
kei Höchi, kei Tiefi, kei andri Kreatur
niemer u nüt cha mi trenne vo Dir

II: Vo Dire Liebi, wo mi umarmet
vo Dire Chraft, wo mi treit
vo Dire Gnad u dire Güeti
vo Dire Herrlechkeit bis i d’Ewigkeit :II

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch