Irgendwohi u zrugg

1. August: Sie hat Geburtstag … unsere Schweiz. Der Song „Irgendwohi u zrugg“ passt eigentlich ganz gut. Als ich mittels dem GA eigentlich die ganze Schweiz in der Hosentasche trug, machte ich mich immer wieder auf den Weg und wohin ich auch kam … die Schweiz hat so viele schöne Fläckli … ich genoss die Fahrten im Zug durch die Natur. Der Weg war das Ziel. All die Stimmungen sog ich gerne in mich ein. Ich musste nichts tun, ausser sitzen und rausschauen und geniessen. Ich will dankbar sein für meine Heimat, die Freiheit, die Schönheit. Auch wenn wir ein ganz kleines Land sind, kann man trotzdem Stunden rumfahren und sieht immer wieder was Neues. Man braucht auch nicht 8 Stunden, um von den Bergen zu den Seen zu fahren. Irgendwie eine praktische Kompaktheit. Auf überschaubarer Grösse findet man so vieles (vielleicht nicht grade alles) und diese Vielfalt ist Schöpfung, ist wunderbar.

„Irgendwohi“: Fast überall kann ich in ein Zug, Tram, Bus einsteigen und losfahren und mich auch fast in jeden Schlupfwinkel transportieren lassen. Dort kann ich dann den Fuss auf festen Boden stellen, einen kleinen Rundgang unternehmen und wenn ich nicht gerade am Ende der Schweiz angelangt bin, auch noch etwas zur Stärkung kaufen. Wieder etwas Neues gesehen, wieder ein neue Strecke gefahren, wieder etwas Neues entdeckt. Ok – irgendeinmal werde ich dann auch müde oder habe von der Reiserei genug. Dann kommt eben das „zrugg“ zum Zuge. Ich freue mich dann wieder an meinen Ausgangspunkt zurück zu kehren. Auch einen solchen Punkt zu haben ist ein Geschenk, eben eine Heimat im engeren Sinn. Und so bleibt mir neben den schönen Erinnerung an eine weitere Reise die Dankbarkeit für meine schweizweite Heimat, die feudalen Einrichtungen, die Kompaktheit, die Abwechslung, die Bilder, die Landschaft…

Hier kannst Du den Song hören.

Songtext:

Irgendwohi u zrugg                                                                        
Wieder mau dr Sunne entgäge
Und ou d’Wuche chöme gläge
Unbeschwärt dür d’Natur rusche
I möcht mit niemerem tusche
I gniesse das sagehafte Gfüehl
Fahre mit keim bestimmte Ziel
I fahre irgendwohi is Glück
Natürlech chumi de ou wieder zrugg

We dr Alltag mi wieder mal igholt het
U i gärn i ’ne anderi Richtig wett
De suechi nach’re Glägeheit
nachere guete Müglechkeit
U weni ’se gseh, weni ’se finge
De la ni mi nid drvo abbringe
I nime dr Wind, wo mi furttreit
Bis d’Sunne am Abe heigeit

I versueche d’Momänte izfah
Was i dusse gseh, wott i fescht ha
Die Stimmig am Abe unbeschribbar
Was i gseh, isch ke Troum, es isch wahr
I verjuflemi vor luter Idrück
mau ganz ruhig u Stück für Stück
I ha ja Zyt u gniesse bis am Schluss
Kulisse verschwindet im ruhige Fluss

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