Ds Glück

[Song hören] [BN auf iTunes]

Was ist schon Glück? Ist Glück gerecht? Verdient? Nun könnte es sehr philosophisch werden… Es gibt von Soren Kierkegaard so ein Zitat, welches besagt, dass vergleichen das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit ist. Ich bin überzeugt, er hat recht. Nun, dieser Song befasst sich aber trotzdem mit der Differenz zwischen Viel und Wenig, Reich und Arm. Und ich denke, dass es uns schnell passieren kann auf Ungute Gedanken zu kommen, wenn wir jemand mit dem wesentlich stärkeren, schnelleren, moderneren, teuren Auto fahren sehen … ok, und für diejenigen, die ein solch krasser Wagen kalt lässt gibt es andere Beispiele: Schönere Kleider, bessere Figur oder hübscheres Aussehen; mehr Lohn, bessere soziale Stellung, eine Villa, ein Hammer Job, 1. Klasse GA und so weiter. Warum hat der? Warum hat diese? Und ich nicht, warum ich nicht….

So kann’s gehen, wenn man in die falsche Richtung schaut. Es ist eher die Richtung von uns weg nach dem menschlichen oder weltlichen „oben“. Wenn wir dann aber von uns „runter“ schauen, sehen wir viele Menschen, die Not leiden und bestimmt weniger haben. Vielleicht haben sie mehr Rost am Auto – aber das ist es dann auch schon. Sie haben keinen Job, keinen festen Wohnsitz oder leben in einer Bruchbude. Wenn wir solchen Menschen begegnen, geht es uns plötzlich besser oder gut oder hervorragend. Und wenn wir selbst in einer solchen ärmlichen Rolle sind? Dann können wir zweimal nach „oben“ schauen. Zum Mittelstand und dann noch ganz nach oben zu den Reichen. Ist das alles gerecht? Weshalb die und nicht ich. Hör Dir den Song mal an und mache Dir Deine eigenen Gedanken. In diesem ganzen Thema gibt es dann noch eine weitere Dimension. Nämlich die Göttliche. Ob arm oder reich, Gott macht keinen Unterschied und sieht nicht das Äussere an, sondern das Herz. Und da sieht es plötzlich ganz anders aus. Es braucht kein Gold und Geld, um ein reines Herz zu haben, eines, dass liebt, Wärme gibt, zu hört, freundschaftlich ist und vor allem Gott sucht und anbetet.

Jesus selbst sagt, wir sollen Schätze im Himmel und nicht auf der Erde suchen, weshalb wohl?

Songtext:

Ds Glück

Är trinkt no ne Kaffee
U fragt sich, wies witer geit
Scho wieder e Absag meh
E Stei, wo us dr Chrone gheit
Är sitzt am Tisch für sich allei
U warum söu är hüt abe hei
Äs git nüt Nöis, wo är cha bringe
U ds alte Lied mag är nümm singe –   o  o        o o oh

Es schint alls wär ds Glück nid uf sire Site
Macht är öppis falsch, de säg ihms doch bitte
Er warte u hoffet, isch aktiv u handlet
Wenn isch es sowit, dass sech d’Szene wandlet  – o o

De gseht är all die andere Lüt
Es schint, sie wäre zfriede
Fählt de dene eigentlech nüt?
Het sech ds Glück für sie entschiede
Die schöne Hüser u die tüüre Chäre
U die höche Jobs u ds Konto chasch nid läre
U när chunnt är, so chunnts ihm vor
Rüefend u chlopfend vor em riesige Tor

 

Schreibe einen Kommentar