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Der Song wurde vor vielen Jahren bei der Neuinszenierung des Musicals JONA gespielt. Er wurde jedoch nicht eigens dafür geschrieben, sondern hat den Weg thematisch ins Musical gefunden. Der Song ist im 2000 entstanden und hat bereits mehr als 15 lange Jahre auf dem Buckel. Aber er bleibt – der Song bleibt, das Thema bleibt, der Inhalt bleibt. So hoffe ich. Sollte der Song jedoch mal in Vergessenheit geraten, bleibt die enthaltene Wahrheit des Songs. Und darum geht’s.

Wiedermal habe ich es nicht geschafft. Ich möchte gerne so, aber ich kriege es nicht hin. Freundlich sein, wenn mir der raue Wind des Gegenübers entgegentritt. Nicht schlecht über andere reden, diesen und jenen Vorsatz umsetzen. Die Gedanken auf gerader Bahn halten, die ganze Wahrheit sagen und so weiter… Du kannst Dir da eine ganze Palette an Dingen vorstellen und ausmalen und darum geht’s. Wir schaffen es nicht. Und es gibt sie dann – die Leute, die Dir davon laufen, mit Dir nichts mehr zu tun haben wollen, Dir den Rücken zukehren, sich nicht mehr melden und so weiter. Ja, es braucht nicht viel und wir versagen. Ein kleines Windchen und wir fliegen um, ein kleines Steinchen auf dem Weg und wir stolpern. So ist das nunmal. Und wir werden dann enttäuscht.

Aber nicht von demjenigen, der bleibt. Egal, was wir tun. Egal, wenn wir es wieder nicht schaffen. Nicht das es egal wäre … Aber es ändert sich nichts an der Tatsache, dass einer bleibt. Auch wenn uns alle oder wie viele auch immer verlassen. Er bleibt. Er bleibt an unserer Seite. Seine Liebe für, seine Sehnsucht nach uns bleibt. Wenn wir versagen – er nicht. Wenn wir untreu sind – er nicht. Aber wir müssen wollen. Nein, er drängt sich uns nicht auf. Aber er macht uns das Angebot, als Freund bei uns zu bleiben, immer. In jeder Lebenslage und jeder Situation. In jedem Straucheln und Versagen hält er zu uns. Dieser Freund ist kostbar, unbezahlbar, unersetzbar. Es gibt keinen zweiten solchen. Ich liebe das Bild der zweiten Strophe: Und wenn es mal stürmt, sehe ich Spuren im Sand. Spuren nur von zwei Füssen. Sind das meine Spuren? Wo nur ist Deine Hand? Wo bist Du? Jetzt, wo ich Dich so dringend brauche? Da merke ich plötzlich, dass Du mich ja durch diesen Sturm hindurch trägst. Du trägst mich in Deinen Armen!

Manchmal sind wir blind. Können, wollen es nicht sehen und wahrhaben und es fällt uns schwer zu glauben. Aber auch dann: Jesus ist da. Er verlässt mich nie. Er bleibt. Er bleibt für immer und ewig. Und ich will mich an diesem einmaligen und göttlichen Freund festhalten – für immer.

Songtext:

I blibe

Schüch lueg i uf, vo dert unde woni bi
meh u meh stigt mi Blick, da gsehni Di
Du steisch da, ganz nach bi mir
u seisch liebevoll zu mir:

Gib mir dini Hand, i steue di uf Bei
Hie isch mini Hand, i begleite di hei
dert chasch du blibe, nach a dr Quelle si
we du wosch, du muesch wöue, de bliben i
I blibe für immer, für immer bi dir
Wine Fründ, wo nie verseit
Äs Füür, wo nie vergeit
so bin i für di, i blibe immer, blib immer i mir

U wes mau stürmt, gsehni Spure im Sand
si die Spure vo mir, wo isch Dini Hand
u da merk i, dass Du mi ja treisch
i Dine Arme u Du seisch

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2000/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

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