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Gerade kürzlich habe ich mit jemandem über den technischen Fortschritt gesprochen und wie sich das für gerade ältere Personen anfühlen muss. Neue Entwicklungen haben in den letzten Jahrzehnten immer schneller stattgefunden – so scheint es mir. Und nun hetzt er – der Fortschritt. Neuigkeiten kommen und kaum sind sie da, sind sie schon wieder veraltet. Es braucht etwas noch Neueres, das diese Lücke füllt. Auch der Mensch verändert sich – so scheint es mir. Werte verlagern sich oder zerfallen. Die Globalisierung findet in mancherlei Bereichen statt. Nicht nur, dass ich eigentlich irgendwo auf der Welt einkaufen kann. Die kulturelle und religiöse Landschaft scheint sich auch neu zu formieren. Grenzen werden niedergerissen und plötzlich liegt die ganze Welt mit all den verschiedenen Facetten vor der Haustür.

Und bei dieser ganzen Entwicklung scheint es mir manchmal, dass eben kein Fundament mehr trägt. Denn was ist ein Fundament? Ist es etwas Subjektives und etwas, das jeder für sich bestimmen kann? Trägt wirklich kein Fundament mehr? Die erste Strophe des Songs fasst dies eigentlich ganz schön zusammen. Und dann, wenn man das chaotische Resultat dieser ersten Strophe so betrachtet, bricht plötzlich als helles Licht die Wahrheit hervor: DU bleibst für immer. Nicht nur das. Du warst schon immer. Und es gibt ein ordentliches oder irdisches Ende und da wird diese Wahrheit dann nochmals über alles hochgehalten. Alle werden die Knie beugen. Alle werden staunen, dass es so was gibt. Es gibt es tatsächlich. Es gibt Dich tatsächlich. Du wirst Dich nie aus dem oder zum Staub machen. Du wirst bleiben.

Diese Wahrheit ist schwer verdaulich und da ist es verständlich, dass dies allergische Reaktionen auslösen wird. Menschen und ganz Völker werden toben, sie werden schreien und brüllen. Und die Vorbereitung des Endes nimmt ihren Lauf. Es können sich viele oder sogar alle gegen Dich verbünden und sich gegen Dich entscheiden – auch das bringt Dich nicht aus der Ruhe. So steht es geschrieben. Es wird letzten Endes eine Antwort geben und die lautet: Du bist der Herr der Herren und der König der Könige. Und Du bleibst für immer. Und diese Tatsache tröstet mich in der Gegenwart, wenn es drüber und drunter geht. Es tröstet mich, wenn sich die Welt als in Seenot geraten anfühlt und man problemlos seekrank werden könnte. Und ich erinnere mich mich wie Jesus bei seinen Jüngern im schwankenden Boot im Sturm stand und schlicht sagte: Sturm sei still!

Songtext:

Du blibsch für geng

We aues vergeit u kes Fundamänt meh treit
We dr Mond u we d’Sunne vom Himmu abegheie
We d’Wärte umflüge u d’Mönsche nur no lüge
We ds Änd vo dr Wäut vor dr Türe steit

Du blibsch für geng u Du bisch immer gsi
Niemer cha Di stürze u niemer faht Di i
Denn am Schluss wärde alli stunend gseh
We aues vergeit – Du blibsch für immer Herr

D’Völker möge tobe, Dämone u Götter lobe
Vor Mönsche niederfaue u Türm bis i Himmu boue
We sech au gäge Di verbünde oder jede gäge jede isch
I jedem Fau wird klar, dass nur Du Chünig bisch

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2005/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

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