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Der Alltag bringt so allerlei mit sich. Und während unserem Leben sammeln wir entsprechend eine Menge verschiedenster Erlebnisse und Erfahrungen. Hoffentlich ist da auch ein grosser Anteil an Gutem und Schönem dabei. Und dennoch, wir sammeln auch schmerzhafte Momente – Narben entstehen, die unser Leben kennzeichnen und insbesondere werden alle diese Sachen (positive wie auch negative) in unserem Herz „aufgezeichnet“ – um das mal ein bisschen bildlich zu beschreiben. Wenn wir unser Herz nun einfach so sich selbst überlassen, kann das ein böses Ende nehmen: Bitterkeit, ständige Enttäuschungen, Frust und so schlussendlich ein bemitleidenswertes Leben, welches kaum mehr Höhenflüge kennt. Ein Auto bringt man in den Service, eine Wohnung erlebt wohl in den allermeisten Fällen einen Frühlingsputz, auch einen Computer sollte zwischendurch gewartet werden – was ist mit uns, was ist mit unserem Herz? Ja auch das sollte gründlich umsorgt werden. Immer wieder, sonst geht es kaputt.

Dieser Song, mal ein bisschen eine rockigere Nummer, „schreit“ dieser Wunsch, dieses Verlangen nach Service, nach umsorgt werden, nach Heilung des Herzens hinaus. Heil DU, mein Gott – Urheber des Lebens und auch meines Herzens – mein Herz. Du kennst mein Herz, Du kennst die Prägungen auf meinem Herz, sämtliche Aufzeichnungen in meinem Herzen, ob schön oder nicht. Bitte heil es, mein Herz. Bei all dieser Vielfalt des Lebens, bei allen Herausforderungen, allen Nöten, allen Schwierigkeiten – eins will ich tun – einfach in Deine Arme rennen und Dich bitten, dass Du Dir mein Herz anschaust, es verbindest, wo es wehtut; wiederherstellst, wo es verbeult wurde; reinigst, wo es verschmutzt wurde. Ja bitte kümmere Dich um mein Herz. Ich weiss auch, dass Du für diesen Herzensservice ein gewaltiges Mittel hast, es ist die Dose da mit der Etikette „Liebe“, ein ganz besondere Liebe, die göttliche. Eine Liebe, die nie ausgeht und alles gut macht, die heilt, verbindet, Trost spendet, erneuert und motiviert, weiter zu gehen.

Und ganz ehrlich, ich möchte nirgendwo sonst hingehen. Denn Dir ist nichts zu gross, nichts zu schwer, nichts zu banal. Wenn ich komme, lehnst Du mich nie ab, egal wie es um mein Herz steht. Wenn ich komme, nimmst Du Dir Zeit und nimmst mich ernst. Und drum will ich immer wieder kommen, ja eigentlich will ich dann auch gleich und immer bei Dir in Deiner Nähe bleiben, angeschlossen und verbunden mit dieser göttlichen Dose oder Füllung mit der Etikette „Liebe“. Ich brauche sie, ich brauche Dich. Und sind wir mal ehrlich: Wir brauchen sie alle, denn wir sind alle aus der Hand des gleichen Urhebers gestrickt. Wenn ich an die Roboterrasenmäher oder -staubsauger denke; diese müssen regelmässig in ihre Basis fahren, um geladen zu werden und einsatzfähig zu bleiben. Wenn sie es nicht tun, werden sie ganz schnell kraftlos und können nicht mehr eingesetzt werden. Und wir sind doch mehr als dieses Häufchen Plastik und Elektronik!

Songtext:

Heil Du mis Härz

Dr Alltag het Spure i mim Läbe hinderlah
Me seit, d’Zyt heilt Wunde, doch das isch gar nid wahr
Erfahrige, wo mi präge u Mönsche, wo versäge
U ig bi nid besser – liege so oft dernäbe
Es lächle überdeckt, was dr ander nid darf gseh
Doch töif i mir inne tuets so schrecklech weh
Jede het sini Lascht, jede Tag bringt Nöis drzue
Wie lang geits so no witer, wenn chumi zur Rueh

Heil Du mis Härz u steu mi wieder här
Nüt isch Dir z’gross u z’höch
u nüt isch Dir z’schwär
I renne i Dini Arme, zu däm wo mi befreit
We aues zämegheit, isch’s Dini Liebi, wo mi treit

Verspräche wärde gmacht, aus söu besser wärde
Lösige wärde gsuecht u dr Friede uf Ärde
Dr Mönsch überschetzt sech u meint wär är isch
We doch nume Du ds wahre Läbe bisch

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2005/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

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