Du bisch guet

Zwei ganze Jahre sind vergangen seit dem letzten Beitrag. So schnell vergeht die Zeit, so Vieles ist geschehen. Zusammenfassend kann man das in den Worten eines neuen Liedes beschreiben: „Du bisch guet“. Hier der Songtext:

Du bisch guet
Du bisch guet zu mir

Bi mim erschte Atemzug am Morge früh
Bisch Du scho ganz nach bi mir
Dr ganzi Tag drdür begletisch Du mi
I blibe, bliebe nach bi Dir

Nüt wott ig undernäh ohni Di
Dini Gägewart isch mini Luft zum Si
I streck’ mi us nach Dire Führig für mi
I schnufe töif Dini Liebi i

Was ou immer isch, was ou immer chunnt
i weiss es nid,
Was ou immer isch, was ou immer chunnt
i halte fescht
fescht a Dir, fescht a Dir

Dieser Song beschreibt sehr gut, wofür ich dankbar bin: Was auch immer war und was auch immer kommen mag – Gott ist gut, er bleibt gut. Daran gibt es nichts zu rütteln. Seine Gedanken sind gut, selbst wenn ich seine Wege manchmal nicht verstehe oder Dinge nicht einordnen kann. Ganz ehrlich, einem Nicht-guten-Gott möchte ich unter keinen Umständen meinen Glauben schenken. Aber der wahre Gott hat sich durch all die Jahre hindurch als treu erwiesen – wenn alles wankt, er bleibt. Und deshalb bin ich gerne mit ihm unterwegs und vertraue ihm, dass er alles im Griff hat.

Hie hesch mi Dank

Ein schwieriges Jahr ging gestern Abend zu Ende. Schwierig in verschiedener Hinsicht. Und doch bin ich dankbar, wenn ich zurückschaue. Es geht aufwärts, es geht vorwärts und es gibt genügend Grund zum Dank. Längere Zeit sind auch keine Lieder mehr entstanden. Bis am 30.12.2016, wo ich plötzlich einfach diesen Dank zu Papier bringen wollte. Dank trotz allem schwierigen, Dank trotz Verlust und Trauer und Leid. Dank an Gott, der immer noch Gott ist und Gott bleibt. Dank, dass er mich durch diese Zeit durchgetragen hat. Wo wäre ich ohne ihn? Ich durfte in diesem letzten Jahr erleben, dass er meine einzige Hoffnung ist. Ja, eine andere gibt es nicht. Menschen kommen und gehen, Beziehungen kommen und gehen, Präsidenten kommen und gehen, so vieles ist im Wandel. Einer bleibt gut! Einer bleibt treu! Einer steht unumwerflich zu seinem Wort und er hält seine Versprechen. Einer ist Gott. Und diesem Gott gebührt Dank und Lob und Anbetung. Dass soll mein letztes Lied im 2016 auch ausdrücken.

Er hat mir Halt gegeben, er hat auf mich aufgepasst. Es verging kein Tag, wo er nicht bei mir war und mir Lebensatem gegeben hat. Auch wenn der Tunnel dunkel war, sehr dunkel sogar und es Tage ohne „Licht“ gab, war er da. „Hie hesch mi Dank, hie hesch mis Lob, i bäte Di a. I ehre Di für alles, wo Du für mi hesch da“ So simpel, so kurz ist der Refrain. So schwierig ist es manchmal dankbar zu sein. So schwer ist es, in vielem Schlechtem noch Gutes zu sehen. Aber es ist mein Dankesgebet an diesen Gott, der mir alles ist. Und im Danken liegt eine Kraft. Es gibt einen Spruch „loben zieht nach oben“. Paulus pries Gott im Gefängnis, er war an einem Pflock befestigt – 0 Grund dankbar zu sein, oder? Er pries, er schwieg nicht, es muss eine gewaltige Atmosphäre gewesen sein. Sie war so gewaltig, dass sich die Befestigungen lösten, das Gefängnis wurde erschüttert von der Anbetung Gottes, von der Kraft des Lobes und Paulus konnte mit seinem Weggefährten das Gefängnis einfach so verlassen.

Unser Gefängnis sieht manchmal ganz anders aus. Manchmal sind es Situationen, die uns nicht loslassen. Es ist unser eigener Körper oder unsere Seele, die uns gefangen hält. Wir sind an uns oder an andere gebunden, nicht aber an Gott, der die Kraft hat uns zu befreien. Mit Lobpreis und Dank „provozieren“ wir Gott zum Eingreifen. Er kann nicht anders, als sich unser Lob anzuhören. Unser Dank brennt vor ihm auf dem Altar. Gott wird kommen, er wird sich zu uns stellen. Er wird uns befreien und herausführen, welche Situationen es auch immer sein mögen. Denn Gott ist stärker, er ist grösser, er sieht weiter. Er ist Gott. Wenn das nicht gewaltige Aussichten sind. Aussichten für ein neues Jahr; Aussichten für das 2017! Mit Gott können und werden wir Mauern überwinden. Und drum wollte ich das 2016 mit Dank abschliessen und das neue Jahr gerade auch wieder mit Lobpreis und Anbetung anfangen. Mein Gott ist treu! und ihn will ich anbeten.

Songtext:                                             [Mehr Songs auf iTunes]

Hie hesch mi Dank

Du hesch mi düretreit – weni nümm säuber ha chönne ga
U mi id Arme gno – weni nümm alleini ha chönne stah
Hesch mir Halt gä und ufpasst uf mi
Jede Tag bisch bi mir gsi, dafür danke i Dir

Hie hesch mi Dank, hie hesch mis Lob, i bäte Di a
I ehre Di für alles, wo Du für mi hesch ta

Was wäri ohni Di – i hätt kei Bode unter mine Schueh
I würdi umeirre u chämi nieme zur Rueh
Du bisch mi Lüchtturm, ds hälle Liecht ir Nacht
Drum stani vor Dir. I ha Dir hie mi Dank mitbracht

Ä wunderbari Nachricht

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Gratis Mundart-Weihnachts-CD im Dezember: Schreibe eine [Mitteilung] mit Deiner Adresse und teile mir mit, ob Du 1 oder 2 Weihnachts-CD möchtest. Gratis, inkl. Versandkosten (nur in der CH).

Die Adventszeit ist eine ganz besondere Zeit. Die einen mögen sie, bei anderen löst sie Leid und Not aus. Das Alleinsein macht sich bei einige Menschen besonders in dieser Zeit besonders stark bemerkbar.  Es ist eine kalte Zeit, wo eigentlich gerade Gemeinschaft und das Zusammensein mit Menschen, welche man gernhat, Wärme und Geborgenheit bringt. Aber nicht alle Menschen haben Anschluss zu einer solchen Gemeinschaft oder sie verbringen diese festliche, ja heilige Zeit alleine – vielleicht das erste Mal. Letztes Jahr waren sie noch zu zweit. Vielleicht ist es aber bereits eine Adventszeit unter vielen, die schon fast mit Routine alleine durchstanden wird. Ich kann mitfühlen, kenne diese Gefühle aus nächster Nähe.

Was hat diese Adventszeit nun mit einer wunderbaren Nachricht zu tun? Advent – Ankunft. Nein, es ist kein Slogan eines überfüllten Bahnhofes und die Ansage eines nächsten Zuges auf Gleis 4. Kein Zug kommt an, ich denke dieses Jahr wird auch sonst niemand ankommen. Aber es kam vor langer Zeit einer an. Schwach, klein, zerbrechlich, hilfebedürftig. Von einigen wurde er erwartet, in Bethlehem jedoch war er nicht willkommen. Man wartete dort offensichtlich nicht auf ihn. So gab es letztlich nur einen Stall und eine Krippe, wo dieser Ankommende ankommen konnte. Die Weihnachtsgeschichte ist bekannt. Schnell erzählt, tausendmal gehört. Nichts Neues. Nichts Neues? Wer die Geschichte, welche wortwörtlich Geschichte ist, versteht oder langsam zu verstehen beginnt, entdeckt Gewaltiges. Auch wenn die erste Ankunft bereits in der Vergangenheit liegt, enthält sie so vieles für die Gegenwart. Denn dieser Jesus, der war (geboren wurde), ist (jetzt und hier) und sein wird (wieder angekommen wird) brachte und bringt immer wieder von Neuem eine herrliche, wunderbare Nachricht in unser Leben.

Es ist die Nachricht, dass Gott einen Weg gefunden hat, Frieden mit den Menschen zu schliessen. Dieser Friede kostete ihn alles, dieser Friede ist Gnade. Wir können ihn nicht verdienen, aber wir können ihn in dieser bedeutenden Adventszeit verlieren. Wir bereiten uns vor, wir kaufen ein, wir schmücken den Tannenbaum, schreiben Einladungen, packen Geschenke ein und zelebrieren Weihnachten und verpassen in diesem ganzen Tun den eigentlichen Sinn von Weihnachten. Obwohl wir meinen Weihnachten in vollen Zügen, bester Gemeinschaft und das Vorjahr übertreffend zu feiern, bleiben wir innerlich leer und gehen leer aus, weil wir den wirklichen Gastgeber und Festurheber verpasst haben. Ihn zu finden, ihn zu treffen, bedarf es keinem Geld, keinem Reichtum, nicht einmal einer Gemeinschaft oder sonstigen Vertrautheit. Er ist gekommen für die Hirten, für die Einsamen, für die Traurigen, für die Könige und für Dich. Komm und suche ihn. Komm, entdecke Advent – die Ankunft. Komm, entdecke die wahre Weihnacht, heilige Nacht.

Songtext:

Ä riesegrossi Fröid

Es schint e gwöhnlechi Nacht
chaut aber stärneklar
E wahri Stärnepracht
ä gwaltigi Liechterschar
D‘Schaf si am schlafe u d‘Hirte tüe wache
Sie rede zäme über Hirtesache
Plötzlech wird’s häu u ne Ängel steit da
U seit ne lut u dütlech, dir müesst kei Angscht ha

Kei Angscht, ä riesegrossi Fröid
Ä wunderbari Nachricht u nid öppe Leid
Für alli Mönsche, die ganzi Wält
Isch ds Liecht gebore, wo aues erhällt
Dr Retter, Messias, Christus isch da
Fürchtet öich nid, dir müesst kei Angsch ha

Was isch das für ‘ne Nacht
wo so normal het agfange
Wie jedi anderi ou,
wo d‘Hirte ufe Morge tüe bange
Aber hüt isch alls anders, d‘Nacht wird plötzlech häll
Si packe ihri Sache u das müglechscht schnäll
D’Härze vo de Hirte fö jetz afe brönne
Sie möchte ihre Retter persönlech lehre kenne

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
© 2010 endlos productions – www.endlos.ch

Heil Du mis Härz

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Der Alltag bringt so allerlei mit sich. Und während unserem Leben sammeln wir entsprechend eine Menge verschiedenster Erlebnisse und Erfahrungen. Hoffentlich ist da auch ein grosser Anteil an Gutem und Schönem dabei. Und dennoch, wir sammeln auch schmerzhafte Momente – Narben entstehen, die unser Leben kennzeichnen und insbesondere werden alle diese Sachen (positive wie auch negative) in unserem Herz „aufgezeichnet“ – um das mal ein bisschen bildlich zu beschreiben. Wenn wir unser Herz nun einfach so sich selbst überlassen, kann das ein böses Ende nehmen: Bitterkeit, ständige Enttäuschungen, Frust und so schlussendlich ein bemitleidenswertes Leben, welches kaum mehr Höhenflüge kennt. Ein Auto bringt man in den Service, eine Wohnung erlebt wohl in den allermeisten Fällen einen Frühlingsputz, auch einen Computer sollte zwischendurch gewartet werden – was ist mit uns, was ist mit unserem Herz? Ja auch das sollte gründlich umsorgt werden. Immer wieder, sonst geht es kaputt.

Dieser Song, mal ein bisschen eine rockigere Nummer, „schreit“ dieser Wunsch, dieses Verlangen nach Service, nach umsorgt werden, nach Heilung des Herzens hinaus. Heil DU, mein Gott – Urheber des Lebens und auch meines Herzens – mein Herz. Du kennst mein Herz, Du kennst die Prägungen auf meinem Herz, sämtliche Aufzeichnungen in meinem Herzen, ob schön oder nicht. Bitte heil es, mein Herz. Bei all dieser Vielfalt des Lebens, bei allen Herausforderungen, allen Nöten, allen Schwierigkeiten – eins will ich tun – einfach in Deine Arme rennen und Dich bitten, dass Du Dir mein Herz anschaust, es verbindest, wo es wehtut; wiederherstellst, wo es verbeult wurde; reinigst, wo es verschmutzt wurde. Ja bitte kümmere Dich um mein Herz. Ich weiss auch, dass Du für diesen Herzensservice ein gewaltiges Mittel hast, es ist die Dose da mit der Etikette „Liebe“, ein ganz besondere Liebe, die göttliche. Eine Liebe, die nie ausgeht und alles gut macht, die heilt, verbindet, Trost spendet, erneuert und motiviert, weiter zu gehen.

Und ganz ehrlich, ich möchte nirgendwo sonst hingehen. Denn Dir ist nichts zu gross, nichts zu schwer, nichts zu banal. Wenn ich komme, lehnst Du mich nie ab, egal wie es um mein Herz steht. Wenn ich komme, nimmst Du Dir Zeit und nimmst mich ernst. Und drum will ich immer wieder kommen, ja eigentlich will ich dann auch gleich und immer bei Dir in Deiner Nähe bleiben, angeschlossen und verbunden mit dieser göttlichen Dose oder Füllung mit der Etikette „Liebe“. Ich brauche sie, ich brauche Dich. Und sind wir mal ehrlich: Wir brauchen sie alle, denn wir sind alle aus der Hand des gleichen Urhebers gestrickt. Wenn ich an die Roboterrasenmäher oder -staubsauger denke; diese müssen regelmässig in ihre Basis fahren, um geladen zu werden und einsatzfähig zu bleiben. Wenn sie es nicht tun, werden sie ganz schnell kraftlos und können nicht mehr eingesetzt werden. Und wir sind doch mehr als dieses Häufchen Plastik und Elektronik!

Songtext:

Heil Du mis Härz

Dr Alltag het Spure i mim Läbe hinderlah
Me seit, d’Zyt heilt Wunde, doch das isch gar nid wahr
Erfahrige, wo mi präge u Mönsche, wo versäge
U ig bi nid besser – liege so oft dernäbe
Es lächle überdeckt, was dr ander nid darf gseh
Doch töif i mir inne tuets so schrecklech weh
Jede het sini Lascht, jede Tag bringt Nöis drzue
Wie lang geits so no witer, wenn chumi zur Rueh

Heil Du mis Härz u steu mi wieder här
Nüt isch Dir z’gross u z’höch
u nüt isch Dir z’schwär
I renne i Dini Arme, zu däm wo mi befreit
We aues zämegheit, isch’s Dini Liebi, wo mi treit

Verspräche wärde gmacht, aus söu besser wärde
Lösige wärde gsuecht u dr Friede uf Ärde
Dr Mönsch überschetzt sech u meint wär är isch
We doch nume Du ds wahre Läbe bisch

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2005/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

Mit mim Chünig uf em Wäg – Chünigschind II

[Song hören] [Song / CD auf iTunes] [Songtext mit Akkorden/PDF]

Im ersten Beitrag habe ich bereits erwähnt, dass mit dem Song „Chünigschind“ die Mundart-CDs eigentlich anfingen. Das Thema / der Titel „Chünigschind“ hat mich gepackt. So konnte ich mich nach der ersten Chünigschind-CD noch nicht vom Thema verabschieden und habe eine zweite angehängt. Meiner Meinung nach war diese CD musikalisch betrachtet ein Fortschritt, aber irgendwie blieb das Übertreffen des guten Starts von Chünigschind (1) aus. Frage mich nicht warum. Wahrscheinlich gibt es verschiedene Gründe… 😉 Das diese Songs der zweiten CD nicht mehr Verbreitung fanden, finde ich eigentlich schade – ich mag die Songs. Aber nun kannst Du sie ja kostenlos hier hören oder gleich alle auf [soundcloud.com] nacheinander. Und damit wir es noch ein bisschen spannender machen: Ich offeriere Dir die CD bis Ende Jahr kostenlos. 1) Fülle unter www.endlos.ch das Formular aus. 2) Trage bei Chünigschind 2 die Anzahl 1 oder 2 ein. 3) Die Bestellung muss bis 31.12.16 eingehen und 4) an eine Adresse in der Schweiz gesendet werden können. Alles klar?

Zum Titelsong der CD Chünigschind 2: Manchmal gibt es Momente, da versuche ich einen Song zu schreiben. Ich nehme mir Zeit, setze mich hin mit Blatt und Stift. Ich bin bereit und will schreiben und? Es geht nicht, ich knorze die ersten Worte oder Zeilen hin und nach diesen kommt dann der Abbruch, da es einfach keinen Sinn macht. Wohl der falsche Zeitpunkt, eben doch nicht bereit oder sonst einfach nicht auf Empfang. Nicht so war es bei diesem Song. Wenn ich mich richtig zurück erinnere, war ich sicherlich nicht mit Stift und Papier zur Stelle … plötzlich kamen die Phrasen und ich musste mich beeilen, damit sie nicht plötzlich weg, vergessen waren. Dieser Song ist in kürzester Zeit entstanden. Das sind für mich so wunderbare Momente, irgendwie göttlich inspirierte. So soll es doch sein. Ich darf davon ausgehen, dass Gott mir etwas mitteilen will. Sehr gerne nehme ich solche Mitteilungen in Form eines Songs entgegen. Das ist ja meine „Welt“. Und so werden diese Worte und Zeile, eben ein ganzer Song zum Geschenk. Zu einer – in der Regel – guten Nachricht (Ich meine, es kann auch mal eine ernsthafte Nachricht sein…).

Dieser König vom Song ist nicht der König des/eines Landes, in welchem ich sein Diener, Bewohner oder Unterhund bin. Dieser König ist eben anders. Einerseits ist er König über alle Könige, König des Universums, hoch erhaben. Andererseits ist er mein himmlischer Vater, der lieben Dädi und nahbar. Wie ein Kind zum Vater gehen darf und sich dort wohl und in Sicherheit fühlt, kann ich zu Gott, meinem Himmel-Vater gehen. Bei ihm bin ich geborgen, bei ihm bin ich in Sicherheit. Er wacht über mir. Und er liebt mich, grenzenlos, bedingungslos. Auch wenn ich falle oder ungeschickt im Zeugs herumstolpere, er hat mich einfach gern. Sein Ja zu mir ist ein endloses. Eines, das nicht nach 5, 10 oder mehr guten Jahren plötzlich kehrt und zum Nein wird. Deshalb muss ich vor ihm nichts verbergen und darf einfach mich selbst sein – ich bin angenommen.

Songtext:

Mit mim Chünig uf em Wäg

Gsesch du das Bild, wiene Vater mit sim Chind
Gspürsch du die Liebi, woni da drinne find
Ghörsch du das Lied, won är über Dir singt
Erläbsch du wie dis Härz i sire Nechi springt

Mit mim Vater unterwägs, Schritt für Schritt zum Ziel
Mit mim Dädi a dr Hand, das bedütet mir so viel
Mit mim Chünig ufem Wäg id Ewigkeit
Zäme gö mir vorwärts is verheissene Land

U iz loufi u i renne u lache mit Dir
U weni mau sött gheie, steisch Du geng no zu mir
Nid i ha Di erfunde u aus Chünig bestimmt
Du hesch mi gschaffe u krönt zu Dim Chind
Vou Liebi u Anahm schlat Dis Härz für mi
Da muess i nüt verstecke, darf mi säuber si

U i ghöre u singe immer wieder mit
Äs Chünigschind hesch Du us mir gmacht
Mit Dim Härzschlag haute i gärn Schritt
Dini Melodie, ä Symphonie vor Liebi
Dis Lied über mir klingt herrlech u berührt
So ischs we mi dr Chünig i Thronsaal ineführt

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

Dis Rich söu cho

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In letzter Zeit bete ich häufiger, dass Gottes Reich, seine Dimension, der Himmel in mein Umfeld, in meine „Kultur“ hereinbricht. Ich beziehe mich dabei auf das Vater unser „Dein Reich komme – Dein Wille geschehe – wie im Himmel – so auf Erden“. Es gibt nichts besseres, als wenn Gottes Reich in unserer Gegenwart sichtbar wird. Warum? Weil in seinem Reich alles wiederhergestellt wird, weil es da nur noch Licht geben wird, weil alle Wunden, Schmerzen und Leiden ein Ende haben, weil da ein perfekter und von vollkommener Liebe geprägter Gott regiert. Wie wunderbar und gewaltig muss das sein, wenn diese Dimension nun schon stückweise in mein Leben trifft. Wenn ich seine Kraft erfahre, wenn ich seine Vergebung erlebe, wenn ich sein Wirken und seine Gegenwart spüre. Noch eine weitere Antwort zum Warum: Dieser Gott hat gute Gedanken über mir, es sind Gedanken von Frieden und Heil. Er will mir eine Zukunft geben – mit mir zusammen ein Leben leben, das Sinn macht. Er will mir Leben im Überfluss geben – ein Leben das aus seiner Gnade gefüllt und geprägt wird (Strophe 1). Und dieses Leben beginnt eben nicht erst nach dem Tod, sondern es kann jetzt und hier beginnen: Eben da, wo der himmlische Wille Gottes uns erreicht und trifft. Da, wenn wir Gott einladen.

Er sagt auch, ich stehe vor der Tür und klopfe an (Offb 3,20). Stell dir das mal vor. Es klopft an deiner Tür, du öffnest und da steht der „Himmel“, respektive der Höchste des Himmels. Nein, er hat keinen Abgeordneter vorbei geschickt, kein Bote oder Stellvertreter. Er – Jesus – höchst persönlich kommt und verspricht, wenn du mir die Tür öffnest und mich hereinlässt … ja dann werde ich kommen und das Himmelreich mit mir. Dann kann der Wille Gottes wie im Himmel – so auf Erden geschehen. Das möchte ich erleben. Das ist meine Hoffnung, meine einzige. Daran will ich mich festhalten und nicht locker lassen.

Wenn er kommt, dann wird er nicht wieder gehen. Er wird für immer bei mir bleiben, wir werden immer bessere Freunde. Er wird mir immer mehr vom Himmel zeigen. Mein Lebensweg auf Erden muss ich dann nicht mehr alleine bestreiten (Strophe 2). Diese Wanderung hier ist manchmal eine totale Zumutung, hoffnungslos, traurig, schmerzvoll etc… Wenn ich das alleine machen müsste? Nein daran will und muss ich nicht denken. Er hat versprochen mit mir zu gehen, mich nie mehr aus seinen Augen zu lassen und mich von meiner Tür (als ich ihn hereingelassen habe) bis zu seiner himmlischen Tür zu begleiten. Dann wird er seine Tür öffnen und sagen: Willkommen in meinem Reich für die Ewigkeit. Wortlos, sprachlos. Und darum will ich nicht aufhören zu singen „Dein Reich soll kommen und Dein Wille geschehen, wie im Himmel, so auf Erden“ und Dein Wille soll in meinem Leben sichtbar werden!

Songtext:

Dis Rich söu cho

Du hesch gueti Gedanke über mir
Gedanke vom Friede u Heil
Du wosch mir ä herrlechi Zukunft gä
Bi Dir dehei
Äs Läbe im Überfluss, äs Läbe us dr Gnad
Läbe mit Dir zäme, wo hie uf itz afaht

II: Dis Rich söu cho u Di Wille gscheh
Wie im Himmu so uf Ärde
Dis Rich söu cho u Di Wille
I mim Läbe sichtbar wärde    :II              
Denn läbe wott i für Di!

Für immer wirsch Du bi mir si
Dr Wäg gani nid allei
Mit Dir a dr Site u i mir in
Findi ganz sicher hei
Wüu Du lasch mi nie lagah, Dini Händ schütze mi,
Dini Ouge wache über mir, Dini Liebi strahlt mi a

Läbe wott i für Di! 4x

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2008/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

Nüt cha mi trenne vo Dir

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Dieser Song basiert auf den Bibelversen von Römer 8, 35-39. Diese Botschaft ist so wunderbar. Es gibt nichts – wirklich gar nichts, was uns trennen kann von Gott. Nichts kann uns trennen von Gottes Liebe! Es gibt keine Gewalt, die so stark wäre, dass sie uns von Gott wegziehen könnte. Keine Macht, welche es schafft uns aus den Guten Händen Gottes zu reissen.

Wir selbst sind zwar in der Lage, von Gott gelöst zu leben und ihm zu erklären, dass wir ihn nicht wollen und ihn nicht brauchen und auch nicht glauben, dass er existiert. So besteht eine gewaltige Kluft zwischen uns und ihm. Aber selbst in diesem Fall können wir Gott nichts daran hindern, uns zu lieben. Gott hat sich dazu entschieden. Es ist eine Liebe, die wir manchmal nicht verstehen können. Es ist eine Liebe die mal grundsätzlich auf Einseitigkeit beruht. Wir können Gott für diese Liebe nichts geben. Wir können diese Liebe erwidern, indem wir ihn mit unserer beschränkten Liebe zurücklieben und ihn anbeten und verehren. Aber seine Liebe ist an keine Auflagen an uns geknüpft. Gott hat den Mensch nach seinem Bild geschaffen, um Gemeinschaft mit ihm zu haben.

Seit dieser Idee und dem Heute ist vieles passiert. Es wurde viel Glas und es wurden viele Leben Menschenleben verbrochen. Wir haben es nicht geschafft, Gott treu zu sein und seinem Auftrag, gut zu seiner Erde zu schauen, nachzukommen. Jeden Tag neu beweisen wir selbst und beweisen es uns die Medien, wie wir gottlos funktionieren und zu welchen Taten wir fähig sind. Wir haben keine Möglichkeit auf Adam zu zeigen und ihm klarzumachen, dass er schliesslich für diese ganze Misere verantwortlich ist. Jeder von uns trägt ein Stück dieser Verantwortung und bringt es nicht fertig, heilig zu leben. Und mit diesem Hintergrund gewinnen diese Bibelworte von Römer 8,35-39 und gewinnt dieser Song noch mehr an Tragweite und an Tiefe. Wir können Gott für diese endlose Liebe einfach ehrfürchtig danken und ihn dafür anbeten. Nichts kann uns trennen von seiner Liebe. Es ist diese Liebe, die uns täglich umarmt, es ist diese Kraft, die uns trägt, diese Gnade und die Güte, welche Gott uns freiwillig und grosszügig zukommen lässt. Das ist diese Herrlichkeit, welche in die Ewigkeit reicht. Es ist diese Liebe, die niemals vergehen wird. Gottes ewige Liebe.

Songtext:

Nüt cha mi trenne vo Dir

Nüt, gar nüt
nüt cha mi trenne vo Dir
Niemer,  kei Mönsch uf dere Wält
ke Macht im Himmu und uf Ärde
weder Tod no Läbe, Ängle oder Gwalte
nüt, nid Gägewart no Zukunft
kei Höchi, kei Tiefi, kei andri Kreatur
niemer u nüt cha mi trenne vo Dir

II: Vo Dire Liebi, wo mi umarmet
vo Dire Chraft, wo mi treit
vo Dire Gnad u dire Güeti
vo Dire Herrlechkeit bis i d’Ewigkeit :II

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

Lehr mi

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Wir werden täglich abgestumpft durch Medien, Bettler und solche, die uns einfach anquatschen und uns etwas andrehen wollen. Schlechte Erfahrungen im gemeinsamen Miteinander unterstützen unseren Werdegang. Wir werden abgehärtet und verschliessen uns – auf alle Fälle mir geht das so. Falls es bei Dir ganz anders ist, kannst Du Dir die folgenden Zeilen vermutlich schenken. Ich beobachte mich, wie ich potentiellen „Störenfrieden“ auf der Strasse systematisch aus dem Weg gehe. Lasst mich einfach in Ruhe, das sind so meine Gedanken. Und falls es dann trotzdem mal jemandem gelingt, mit anzusprechen, erhält er oder sie in der Regel keine freundlichen Worte. Bettelnde Menschen sprechen mich in der Regel nicht an, aber diese werden oft auch ausgeblendet. Mein Herz ist hart.

Wann habe ich mich das letzte Mal um jemanden gekümmert und ihm oder ihr etwas Gutes getan oder gesagt? Diese Situationen gibt es auf alle Fälle – aber es dürfte sie mehr geben. Ich weiss einfach, dass solche Gegebenheiten mich glücklich machen. Geben ist seliger als nehmen! In gewissen Situationen beobachte ich ein Geschehen und es tut mir weh was ich da sehe. Was soll ich tun? Manchmal bete ich dann einfach für die Beteiligten. Könnte ich aber nicht mehr tun? Nicht das Beten wenig ist, aber es ist manchmal sehr praktisch für eine Situation zu beten – that’s it… Das kostet mich ja auch nicht so viel. Es wäre herausfordernd, wenn ich auf Personen zugehen und meine Hilfe anbieten würde, oder?

Eigentlich wünschte ich mir mit einem weichen Herz und offenen Augen und Ohren durch die Gesellschaft zu leben und hier und dort helfen, ermutigen, trösten, beten zu können. Beten dann vielleicht nicht nur für mich stille, sondern mein Gebet einer fremden Person anbieten. Stell Dir vor, wie sich unser Alltag verändern würde, gäbe es viele offene Menschen, die Gott fragen: Wo kann ich helfen, wem kann ich diesen, wer braucht meine Hilfe? Gott was kann ich tun? Das Lied spricht von dieser Bitte. Kennst Du noch die Bändeli WWJD? Das ist eigentlich das abschliessende Gebet des Refrains: „Ich will so werden und so leben wie Du gelebt und das tun, was Du – Jesus – getan hast.“ Der Trend, zuerst mal für sich zu schauen, unterstützt uns darin nicht – aber Gott im Himmel wird mit seiner Kraft uns zur Seite stehen und uns helfen, unserer Gesellschaft zu dienen.

 

I wott so wärde u so läbe
U das tue wo Du hesch ta

Songtext:

Lehr mi

Mis Härz isch hert wine Stei
Es seit so oft u zu vielem eifach nei
Wenn i doch ja müesst säge, Dire Fülli härehäbe
U muetig e erschte Schritt chönnt tue
Mini Ouge si so oft verchläbt
I wott nid gseh, wie so mänge Mönsch läbt
Wien är unger düre muess u Di nid kennt
U so für immer is Verderbe rennt

Lehr mi gränne, lehr mi hoffe
I wott Dini Träne gseh
Lehr mi schreie, lehr mi bäte
Dr Schmärz vo dere Wält tuet Dir weh
Hiuf mir ufstah, hiuf mir handle
I wott Di gseh u mi ganz uf di verlah   
I wott so wärde u so läbe
U das tue wo Du hesch ta

Mini Ohre ghöre schlächt, sie si verstopft
Es duret lang, we öpper a d’Türe chlopft
I wott nid ghöre, we öpper schreit
U mi nid la störe, ou we äs Läbe meh verheit

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2004/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

Du hesch mi grettet

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Ich war gestern mit dem Auto unterwegs und da hörte ich den Song von Crowder – My Victory. Wie eine Welle haben mich die Worte getroffen „A cross meant to kill is my victory“. Es ist ja gut, wenn wir uns ans Kreuz erinnern, wo dieser Jesus hing. Aber ich habe manchmal so das Gefühl, dass wir dieses „Symbol“ verniedlichen. Das Kreuz war ein hässliches Mordinstrument. Die Verbrecher und zum Tod Verurteilten wurden dort angenagelt und starben einen qualvollen Tod. Nichts Schönes, nichts Niedliches. Einfach nur grausam und brutal. Eben – das Kreuz, welches zum Töten gedacht war…

…dieses Kreuz, dieser Ort brachte mir den Sieg! Natürlich nicht das hölzerne Kreuz und die grausame Mordstätte. Aber weil Jesus meine ganze Sünde, meine Schwachheit und Schande, mein Unvermögen, meine Krankheiten – einfach alles gottlose persönlich an dieses Kreuz mit sich hinauf trug und dort an meiner Stelle starb … deshalb habe ich nun den Sieg. Es ist unmöglich, dass ein guter Mensch das hätte tun können. Diese ganze Weltlast zu tragen, vermag kein Erdenbürger. Da muss Gott persönlich handeln. Und mit dem Tod allein, wäre alle die Not, die Sünde und Krankheit nicht aus dem Weg geräumt gewesen. Es brauchte noch einen weiteren Schritt: die Auferstehung. Erst dadurch wird die Macht Gottes und die Erlösung vollumfänglich sichtbar und erlebbar. Da musste in der Totenwelt ein heftiger Kampf stattgefunden haben. Der Tod und der grösste Feind Gottes – der Satan, konnten Jesus nicht im Totenreich behalten. Jesus hat diesen Kampf gewonnen und ist auferstanden.

Deshalb kann ich in der zweiten Strophe des Songs singen „in Deinem Namen liegt alle Macht .. Du hast den Tod, den Teufel und die Hölle überwunden.“ Wau, gewaltig. Das ist Sieg; dieser Sieg, welcher am Kreuz auf Golgatha erreicht wurde. Jesus hat es für mich getan, er hat es für Dich getan, er hat es für die ganze Welt getan! Danke, ich danke Dir, hast Du mich gerettet. Tatsächlich, ohne Dich, ohne Dein Gang an dieses brutale Kreuz, wäre ich verloren gewesen. Danke für Deine Liebe. Nun ist die Trennung zu Gott dem Vater für immer und ewig vorbei. Wenn Du die Tat von Jesus und die Tatsache des Kreuzes für dich persönlich annimmst und glaubst, dass Jesus auch deine Verlorenheit und deine Sünden auf sich genommen und an diesem Kreuz für dich gestorben ist – dann ist die Trennung von Dir zu Gott dem Vater auf für immer vorbei.

Songtext:

Du hesch mi grettet

Jesus, i danke Dir für das, wo Du hesch da
Für mi bisch Du uf d’Ärde abecho
Hesch dr Himmu, die Herrlechkeit verlah
U dä schrecklech, tödlech Wäg uf Di gno

Häb Dank – Du hesch mi grettet
Ohni Di wär i verlore gsi
Häb Dank – Für Dini Liebi
D’Trennig vo Gott isch verbi

Jesus, i danke Dir, i Dim Name liegt aui Macht
Du hesch dr Tod, dr Tüfu u d’Höll überwunde
I dr dunkle Nacht hesch Du dr Siegeszug gmacht
U die Gfangene vo de Chöttine losbunde

Sie si frei! I bi frei!

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

Himmu

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Kennst Du Mister Lazarus? Ich nicht persönlich, aber ich bin ihm in einer eindrücklichen Geschichte begegnet. Vor Über 15 Jahren habe ich dann über diese Mann ein Musical geschrieben – bis jetzt wurde es nicht inszeniert und veröffentlicht. Und dieser Song handelt eben von Mister Lazarus. Er war arm. Sehr arm. Wirklich bemitleidenswert. Es gab da auch noch ein anderer Mann in der Geschichte, frag mich nicht nach seinem Namen … ich weiss es nicht. Auf alle Fälle war dieser reich. Steinreich. Und diese beiden begegneten sich. Der Reiche in seinem Palast mit allem was Du Dir nur so wünschen und erträumen kannst. Vor dem grossen Tor dieser Villa sass Lazarus. Gekleidet in seinen hässlichen Lumpen, krank und hungrig. Ja den Hunden des reichen Mannes ging es um Längen besser als diesem Kerl da draussen. „Was macht er eigentlich vor meiner Villa? Der soll gefälligst mal den Platz räumen.“ Ok, der Mann war so grosszügig und gab ihm einige Brotkrümmel – immerhin. Die Geschichte geht natürlich noch weiter und weiter. Ich kürze mal ab.

Der arme Mister Lazarus starb. Dem reichen Mann blieb dies ebenfalls nicht erspart – er starb auch. Was nützte ihm nun all seinen Reichtum? Auch da kürze ich ab. Wenn Du mehr erfahren willst, kannst Du die Geschichte in der Bibel Lukas 16,19-31 nachlesen. Und nun kommt dieser Song ins Spiel. Lazarus erwacht, öffnet die Augen und kommt zum Staunen nicht mehr raus. „Was – bin ich falschen Film? Hat mich der reiche Mann in seine Villa reingelassen. Kann nicht sein, diese würde im Vergleich mit dem was ich hier sehe einer alten Bruchbude nahekommen. Also wo bin ich dann? Ist es nur ein Traum?“ Ihm fehlen die Worte, diese Schönheit, diese Herrlichkeit, diese Wärme, dieses Licht, diese Liebe… „Dann kann mit Garantie ein Örtchen auf der Welt sein. Ich muss mich irgendwo sonst befinden … em – wenn ich so drüber nachdenke… hat dieser Jesus nicht mal davon erzählt, er würde die Welt verlassen und gehe seinen Freunden an einem anderen Ort Wohnungen bauen. Ich muss nun so in einer Wohnung sein, mal rumschauen, ob ich diesen Jesus auch erblicken kann.“

Ich habe über diesem Song vor lauter Berührt-sein schon einige Tränen vergossen. Diese Worte des Songs kommen nicht alle in oben erwähnter Geschichte vor, aber es ist eine Sammlung von Bibelworten, welche uns die Ewigkeit und das Leben nach dem Tod beschreiben. Und das ist einfach nur gewaltig. In dieser Ewigkeit wird Gottes Traum nach einer reinen und beständigen Gemeinschaft mit den Menschen in Erfüllung gehen. Es wird nichts Böses mehr geben. Keine Schlange wird die Menschheit verführen, keine Lüge und Sünde uns noch jemals vor Gott trennen können. Jedes Leid, welches dem Lazarus begegnet ist auf Erden, jede Not, jede Krankheit und letztlich sein Tod – all das wird von ihm abgewaschen im Himmel. Er wird es nicht mehr spüren, es wird ihn nichts mehr quälen, es wird in nichts mehr verfolgen. Herrlich, Gnädig – einfach wunderbar.

Songtext:

Himmu

I mache d’Ouge uf und was darf i gseh
Ds Aute isch vergange, äs isch niene meh
I ha nöii Chleider, herrlech u wiss
U mir wird klar, das isch mi Pris
I has nid verdient, i ha nüt chönne gä
Nume mis Läbe u das het är dörfe nä
Är het mir gseit, i söu ihm vertroue
Är wird ds Beschte mache u mir ä Wohnig boue

U itz bini da u mir geits nur no guet
I merke wien är jedi Träne abwüsche tuet
Geborge im Friede u Liebi füut mis Härz
Es stimmt: hie gits ke Leid u ke Schmärz

Mängisch hani mir ä Himmu gmalt
Ä so wien is mir wünsche us mir äbe gfalt
Jedi Vorstellig und all mini Tröum
Het är übertroffe mit mim nöie Dehei
Alls isch so herrlech und wunderbar gmacht
D’Sunne schiint immer, es git keni Nacht
I cha nur no stune u bi tief bewegt
I bi im Paradies und muess nieme wäg

Hie gits ke Angscht, ke Chrieg u ke Tod
Nüt Böses, ke Schmärz, ke Leid u ke Not
Hie gits nur no Friede u Grächtigkeit
Einheit u Liebi wo nieme vergeit