Du blibsch für geng

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Gerade kürzlich habe ich mit jemandem über den technischen Fortschritt gesprochen und wie sich das für gerade ältere Personen anfühlen muss. Neue Entwicklungen haben in den letzten Jahrzehnten immer schneller stattgefunden – so scheint es mir. Und nun hetzt er – der Fortschritt. Neuigkeiten kommen und kaum sind sie da, sind sie schon wieder veraltet. Es braucht etwas noch Neueres, das diese Lücke füllt. Auch der Mensch verändert sich – so scheint es mir. Werte verlagern sich oder zerfallen. Die Globalisierung findet in mancherlei Bereichen statt. Nicht nur, dass ich eigentlich irgendwo auf der Welt einkaufen kann. Die kulturelle und religiöse Landschaft scheint sich auch neu zu formieren. Grenzen werden niedergerissen und plötzlich liegt die ganze Welt mit all den verschiedenen Facetten vor der Haustür.

Und bei dieser ganzen Entwicklung scheint es mir manchmal, dass eben kein Fundament mehr trägt. Denn was ist ein Fundament? Ist es etwas Subjektives und etwas, das jeder für sich bestimmen kann? Trägt wirklich kein Fundament mehr? Die erste Strophe des Songs fasst dies eigentlich ganz schön zusammen. Und dann, wenn man das chaotische Resultat dieser ersten Strophe so betrachtet, bricht plötzlich als helles Licht die Wahrheit hervor: DU bleibst für immer. Nicht nur das. Du warst schon immer. Und es gibt ein ordentliches oder irdisches Ende und da wird diese Wahrheit dann nochmals über alles hochgehalten. Alle werden die Knie beugen. Alle werden staunen, dass es so was gibt. Es gibt es tatsächlich. Es gibt Dich tatsächlich. Du wirst Dich nie aus dem oder zum Staub machen. Du wirst bleiben.

Diese Wahrheit ist schwer verdaulich und da ist es verständlich, dass dies allergische Reaktionen auslösen wird. Menschen und ganz Völker werden toben, sie werden schreien und brüllen. Und die Vorbereitung des Endes nimmt ihren Lauf. Es können sich viele oder sogar alle gegen Dich verbünden und sich gegen Dich entscheiden – auch das bringt Dich nicht aus der Ruhe. So steht es geschrieben. Es wird letzten Endes eine Antwort geben und die lautet: Du bist der Herr der Herren und der König der Könige. Und Du bleibst für immer. Und diese Tatsache tröstet mich in der Gegenwart, wenn es drüber und drunter geht. Es tröstet mich, wenn sich die Welt als in Seenot geraten anfühlt und man problemlos seekrank werden könnte. Und ich erinnere mich mich wie Jesus bei seinen Jüngern im schwankenden Boot im Sturm stand und schlicht sagte: Sturm sei still!

Songtext:

Du blibsch für geng

We aues vergeit u kes Fundamänt meh treit
We dr Mond u we d’Sunne vom Himmu abegheie
We d’Wärte umflüge u d’Mönsche nur no lüge
We ds Änd vo dr Wäut vor dr Türe steit

Du blibsch für geng u Du bisch immer gsi
Niemer cha Di stürze u niemer faht Di i
Denn am Schluss wärde alli stunend gseh
We aues vergeit – Du blibsch für immer Herr

D’Völker möge tobe, Dämone u Götter lobe
Vor Mönsche niederfaue u Türm bis i Himmu boue
We sech au gäge Di verbünde oder jede gäge jede isch
I jedem Fau wird klar, dass nur Du Chünig bisch

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2005/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

I blibe

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Der Song wurde vor vielen Jahren bei der Neuinszenierung des Musicals JONA gespielt. Er wurde jedoch nicht eigens dafür geschrieben, sondern hat den Weg thematisch ins Musical gefunden. Der Song ist im 2000 entstanden und hat bereits mehr als 15 lange Jahre auf dem Buckel. Aber er bleibt – der Song bleibt, das Thema bleibt, der Inhalt bleibt. So hoffe ich. Sollte der Song jedoch mal in Vergessenheit geraten, bleibt die enthaltene Wahrheit des Songs. Und darum geht’s.

Wiedermal habe ich es nicht geschafft. Ich möchte gerne so, aber ich kriege es nicht hin. Freundlich sein, wenn mir der raue Wind des Gegenübers entgegentritt. Nicht schlecht über andere reden, diesen und jenen Vorsatz umsetzen. Die Gedanken auf gerader Bahn halten, die ganze Wahrheit sagen und so weiter… Du kannst Dir da eine ganze Palette an Dingen vorstellen und ausmalen und darum geht’s. Wir schaffen es nicht. Und es gibt sie dann – die Leute, die Dir davon laufen, mit Dir nichts mehr zu tun haben wollen, Dir den Rücken zukehren, sich nicht mehr melden und so weiter. Ja, es braucht nicht viel und wir versagen. Ein kleines Windchen und wir fliegen um, ein kleines Steinchen auf dem Weg und wir stolpern. So ist das nunmal. Und wir werden dann enttäuscht.

Aber nicht von demjenigen, der bleibt. Egal, was wir tun. Egal, wenn wir es wieder nicht schaffen. Nicht das es egal wäre … Aber es ändert sich nichts an der Tatsache, dass einer bleibt. Auch wenn uns alle oder wie viele auch immer verlassen. Er bleibt. Er bleibt an unserer Seite. Seine Liebe für, seine Sehnsucht nach uns bleibt. Wenn wir versagen – er nicht. Wenn wir untreu sind – er nicht. Aber wir müssen wollen. Nein, er drängt sich uns nicht auf. Aber er macht uns das Angebot, als Freund bei uns zu bleiben, immer. In jeder Lebenslage und jeder Situation. In jedem Straucheln und Versagen hält er zu uns. Dieser Freund ist kostbar, unbezahlbar, unersetzbar. Es gibt keinen zweiten solchen. Ich liebe das Bild der zweiten Strophe: Und wenn es mal stürmt, sehe ich Spuren im Sand. Spuren nur von zwei Füssen. Sind das meine Spuren? Wo nur ist Deine Hand? Wo bist Du? Jetzt, wo ich Dich so dringend brauche? Da merke ich plötzlich, dass Du mich ja durch diesen Sturm hindurch trägst. Du trägst mich in Deinen Armen!

Manchmal sind wir blind. Können, wollen es nicht sehen und wahrhaben und es fällt uns schwer zu glauben. Aber auch dann: Jesus ist da. Er verlässt mich nie. Er bleibt. Er bleibt für immer und ewig. Und ich will mich an diesem einmaligen und göttlichen Freund festhalten – für immer.

Songtext:

I blibe

Schüch lueg i uf, vo dert unde woni bi
meh u meh stigt mi Blick, da gsehni Di
Du steisch da, ganz nach bi mir
u seisch liebevoll zu mir:

Gib mir dini Hand, i steue di uf Bei
Hie isch mini Hand, i begleite di hei
dert chasch du blibe, nach a dr Quelle si
we du wosch, du muesch wöue, de bliben i
I blibe für immer, für immer bi dir
Wine Fründ, wo nie verseit
Äs Füür, wo nie vergeit
so bin i für di, i blibe immer, blib immer i mir

U wes mau stürmt, gsehni Spure im Sand
si die Spure vo mir, wo isch Dini Hand
u da merk i, dass Du mi ja treisch
i Dine Arme u Du seisch

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2000/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

Bis ans Ändi vor Wält

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Im Frühling 2016 ist dieser Song entstanden, respektive zuerst der Text. Die Musik kam dann Mitte August 2016 dazu.

Im Angesicht der weltweiten Nachrichten, im Angesicht der Geschehnisse um uns herum, im Angesicht des Leides im eigenen Leben … ist dieser Song einfach nur tröstlich. Er basiert auf der wunderbaren Nachricht von Jesus an seine Jünger. Er verspricht ihnen kurz vor seinem Heimgang in den Himmel, immer bei ihnen zu sein – bis ans Ende der Welt. Dieses Versprechen gilt auch uns und es kann nicht ausgelöscht werden, weder durch Krieg, Terror, Hungersnöte, Erdbeben, Familiendramen, Gewalt, Scheidung, Angst, Jobverlust, Tod noch sonst irgendwas. Einfach nicht.  Wenn alles ausser Kontrolle gerät, einer trägt die Welt in seiner Hand. Wenn es keinen Weg mehr zu geben scheint, einer sieht trotzdem auf der Karte einen möglichen Pfad. Wenn das Leben nur noch wie ein dunkler Tunnel ist, einer hat Licht, welches nie erlöscht. Dieser eine sagt: „Ja, es stimmt, in der Welt habt ihr Angst. Denkt daran, jede Sünde und jede Wunde habe ich persönlich bis hinauf zum Kreuz getragen. Seit voller Trost, ich habe die Welt überwunden.“

Jesus hat unser ganzes Elend da oben am Kreuz nicht einfach nur hingehängt und ist dann seinen Weg weiter gezogen. Er hat die ganze Not, jede Sünde und Schande auf sich genommen und sich dann durch die Römer an dieses Holzkreuz nageln lassen. Für Dich, für mich, für die ganze Welt. Unglaublich – aber wahr. Dort oben hat Jesus eine Last getragen, die nicht zu ertragen ist. Er ist gestorben. Er wurde begraben in einer Höhle. Diese Höhle wurde bewacht, dass ja niemand seinen Körper stiehlt und dann noch auf die Idee käme in die Welt hinaus zu posaunen, dass dieser Jesus – wie er es vorausgesagt hat – auferstanden ist. Da wäre also die Katastrophe komplett gewesen. Doch niemand, keine Kraft auf Erden, noch der Satan mitsamt seinem Reich, konnte die Auferstehung verhindern. Jesus wurde vom Tod erweckt, der Stein wurde weggerollt – frag mich nicht was mit der Wache los war – die hatten dann recht grosse Probleme. Jesus ist auferstanden, er lebt; er zeigte sich seinen Jüngern und eben … bevor er zu seinem Vater (Gott) in den Himmel ging, kam dieses Versprechen.

Weshalb führe ich das alles aus? Wenn das Versprechen von irgendeinem Friedenstifter oder sonst guten Menschen käme … es wäre nahezu, wenn nicht komplett, nutzlos. Es wäre leeres Geschwätz. Niemand kann ein solches Versprechen aussprechen, ausser wer den Tod besiegt, die Weltgeschichte in der Hand hat und selbst Gott ist. Erst dann ergibt sich einen Sinn. Erst dann macht es Sinn. Erst dann bin ich bereit zu glauben und diesem Gott zu vertrauen. Gott sei Dank sind diese aus der Bibel gegriffenen Worte wahr. Bis ans Ende der Welt und für alle Ewigkeit!

Songtext:

Bis as Ändi vor Wält

Bis hüt stöhnt d’Wält vor Schmärze
d’Natur sehntsech nach Erlösig
So viu kaputti u brocheni Härze
So viu Unheil u dadrinne stan ig
Uf dere Wält, i dere Wält, z’Mitts drin
hei mir Angscht u Furcht isch so presänt
Uf dere Wält, i dere Wält, z’Mitts i all däm
ghöri i Di, au das het es Änd

Ja, es stimmt i dr Wält heit Dir Angscht
dänket dra, jedi Sünd und Wunde
ha ig persönlech treit bis ufe as Chrütz
sit voll Trosch, i ha die Wält überwunde

Bis zum letzschte Tag vo dere Wält
gits so viu, wo mir nid chöi verstah
u immer wieder öppis, wo üs fählt
dr Tod wüetet u nimmt wän är cha
Uf dere Wält, i dere Wält, z’Mitts drin
suche mir e Hand, um nid alleini z’ga
Uf dere Wält, i dere Wält, z’Mitts i all däm
bis as Ändi vor Wält bisch Du da

Ds Glück

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Was ist schon Glück? Ist Glück gerecht? Verdient? Nun könnte es sehr philosophisch werden… Es gibt von Soren Kierkegaard so ein Zitat, welches besagt, dass vergleichen das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit ist. Ich bin überzeugt, er hat recht. Nun, dieser Song befasst sich aber trotzdem mit der Differenz zwischen Viel und Wenig, Reich und Arm. Und ich denke, dass es uns schnell passieren kann auf Ungute Gedanken zu kommen, wenn wir jemand mit dem wesentlich stärkeren, schnelleren, moderneren, teuren Auto fahren sehen … ok, und für diejenigen, die ein solch krasser Wagen kalt lässt gibt es andere Beispiele: Schönere Kleider, bessere Figur oder hübscheres Aussehen; mehr Lohn, bessere soziale Stellung, eine Villa, ein Hammer Job, 1. Klasse GA und so weiter. Warum hat der? Warum hat diese? Und ich nicht, warum ich nicht….

So kann’s gehen, wenn man in die falsche Richtung schaut. Es ist eher die Richtung von uns weg nach dem menschlichen oder weltlichen „oben“. Wenn wir dann aber von uns „runter“ schauen, sehen wir viele Menschen, die Not leiden und bestimmt weniger haben. Vielleicht haben sie mehr Rost am Auto – aber das ist es dann auch schon. Sie haben keinen Job, keinen festen Wohnsitz oder leben in einer Bruchbude. Wenn wir solchen Menschen begegnen, geht es uns plötzlich besser oder gut oder hervorragend. Und wenn wir selbst in einer solchen ärmlichen Rolle sind? Dann können wir zweimal nach „oben“ schauen. Zum Mittelstand und dann noch ganz nach oben zu den Reichen. Ist das alles gerecht? Weshalb die und nicht ich. Hör Dir den Song mal an und mache Dir Deine eigenen Gedanken. In diesem ganzen Thema gibt es dann noch eine weitere Dimension. Nämlich die Göttliche. Ob arm oder reich, Gott macht keinen Unterschied und sieht nicht das Äussere an, sondern das Herz. Und da sieht es plötzlich ganz anders aus. Es braucht kein Gold und Geld, um ein reines Herz zu haben, eines, dass liebt, Wärme gibt, zu hört, freundschaftlich ist und vor allem Gott sucht und anbetet.

Jesus selbst sagt, wir sollen Schätze im Himmel und nicht auf der Erde suchen, weshalb wohl?

Songtext:

Ds Glück

Är trinkt no ne Kaffee
U fragt sich, wies witer geit
Scho wieder e Absag meh
E Stei, wo us dr Chrone gheit
Är sitzt am Tisch für sich allei
U warum söu är hüt abe hei
Äs git nüt Nöis, wo är cha bringe
U ds alte Lied mag är nümm singe –   o  o        o o oh

Es schint alls wär ds Glück nid uf sire Site
Macht är öppis falsch, de säg ihms doch bitte
Er warte u hoffet, isch aktiv u handlet
Wenn isch es sowit, dass sech d’Szene wandlet  – o o

De gseht är all die andere Lüt
Es schint, sie wäre zfriede
Fählt de dene eigentlech nüt?
Het sech ds Glück für sie entschiede
Die schöne Hüser u die tüüre Chäre
U die höche Jobs u ds Konto chasch nid läre
U när chunnt är, so chunnts ihm vor
Rüefend u chlopfend vor em riesige Tor

 

I luege uf

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Es ist eine bekannte Geschichte. Die Jünger wurden von Jesus nach einem bewegenden Abend auf die andere Seeseite geschickt. Jesus selbst wollte noch alleine mit Gott sein. Die Jünger machten sich auf den Weg und als sie in der Mitte des Sees waren, wurden Sie von einem Sturm überrascht. Petrus, welcher bei Ereignissen oft als Erster reagierte, hatte auch hier das Wort ergriffen: in diesem Sturm kam eine Person auf dem Wasser auf das Schiff zu, die Jünger dachten es sei ein Gespenst, sie schrien und hatten Angst. Jesus sprach: Fürchtet euch nicht – ich bin es. Und dann eben Petrus: Herr, wenn Du es bist, so rufe mich aufs Wasser. Und Jesus rief ihn und dann kam dieser Moment: Ein Fuss (das würden wir sicherlich auch noch tun; zwar vielleicht im Angesicht eines Sturms nicht mehr), dann kam der zweite Fuss … die erste Hand liess er vom Boot los, dann die zweite. Vermutlich hielten die anderen Jünger die Luft an und warteten gespannt was passiert.

Und was passierte … es funktionierte! Petrus konnte auch wie Jesus auf dem Wasser gehen. Sagenhaft. Er hielt seinen Blick fest auf Jesus, auf sein Ziel, diesen Wundertäter, der diesen Wassergang erst möglich macht. Aber dann … eine riesige Welle kam auf Petrus zu und er liess seinen Blick (verständlicherweise) auf diese Welle schweifen. Aber das war das Ende. Er begann zu sinken. Er schrie. Und plötzlich – da war die Hand Jesu‘. Er ergriff sie, Jesus zog ihn nach oben. Er rettete ihn. Sie stiegen ins Boot. Noch bevor sie ins Boot stiegen, sagte Jesus zu ihm: „Hast Du so wenig Glauben, Petrus? Vertraue mir doch“. Vielleicht haben die anderen Jünger alle genickt: hörst Du Petrus? Und wenn nicht die Jünger, nicken wir dem nassen Petrus zu … mit diesen Worten.

Aber Petrus hat etwas, wovon ich gerne ein gutes Stück mehr haben möchte: Mut, Entschlossenheit, Lust etwas auszuprobieren. Die anderen Jünger im Boot und wir können ruhig am Trockenen nicken, auf Petrus zeigen und ihm auch noch gerade eine Lektion erteilen. Aber er war der einzige, welcher sich gewagt hat, der Boden – das Schiff zu verlassen. Er ist der Einzige, der die Erfahrung gemacht hat, wenn ich auf Jesus schaue, ist es sogar möglich auf dem Wasser zu gehen. Und wenn ich nicht auf Jesus schaue, sinke ich. Dann ist es auch egal, ob wir zu diesem Zeitpunkt auf dem Wasser, im Beruf, in der Familie, in einer Krise oder wo auch immer stehen. Ohne Blick auf Jesus sinken wir. Und selbst wenn wir es eben nicht schaffen, unseren Blick in egal welcher Lebenssituation auf Jesus zu richten und wir gerade im Begriff sind, unter zu gehen – bleibt noch die Möglichkeit des Rufs: Herr hilf mir. Und Jesus wird unmöglich zu schauen, wie wir vollends versaufen. Er wird wie bei Petrus die Hand nach uns ausstrecken und uns nach oben ziehen. Vielleicht nicht so, oder so schnell wie wir uns das wünschen und vorstellen. Aber er wird.

Songtext:

Es macht mir Chummer, wen i uf d’Wälle luege
U luegi uf e Sturm, fah i a sinke
I cha mini Schwechi ganz ruehig zuegäh
U wär Gschicht kennt, weiss, dass i nid ertrinke

I luege uf, i Dini funkelnde Ouge
Dine offene Arme schänken i Gloube
Du blibsch uf em Wasser stah
Dr tobend Sturm cha Dir nüt aha

Im Gägesatz zu mir, wes mir wiedermau nid glingt
U d’Richtig vo mim Blick leider nid stimmt
U i Dini Gägewart u Dini Arme wott verlah
Alleini chan i sicher nid uf em Wasser stah

I luege uf u weiss, dass Du da bisch
U nid es Gspängscht, wo uf em Wasser schwäbt
Ja i weiss, dass Du mir Halt gisch
U das ds Wasser üs beidi häbt

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
© 2010 endlos productions – www.endlos.ch
Song aus CD „Träne & Hoffnig“

Wo bisch Du

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Was darf man Gott alles fragen? Was darf man Gott alles sagen oder singen? Dieser Song macht sich darüber mal nicht allzu viele Gedanke und schiesst mit vielen Fragen los. Kritisch, echt, suchend. Ich mag den Song. Viele Fragen und wenig Antworten. Das muss man manchmal aushalten. Nicht nur in diesem Song, sondern auch im Leben. Das Leben bietet oft so viele Möglichkeiten für viele Fragen und es gibt manchmal so wenige Antworte dafür. Ich mag den Song, der Gott mit meiner Fragerei konfrontiert. Vielleicht eben in der Lage eines Käfers auf dem Rücken. Er strampelt, versucht sich umzusehen, ob jemand in der Nähe ist, der helfen kann. Und wenn niemand sichtlich da ist, dann strampelt er weiter und eskaliert seinen Hilferuf an den Schöpfer: Was ist los? Weshalb liege ich da auf dem Rücken, strample erfolglos und Du – Gott – tust nichts. Schaust Du nur zu? Wo bist Du denn eigentlich?

Darf ich das Gott sagen? Darf ich mein Unbehagen so ausdrücken? Ich orientiere mich an seinem eigenen Handbuch – der Bibel. Wenn ich dort einem David zu höre, dann denke ich: Ja, ich darf das. David durfte das auch. David – er wird als Mann nach dem Herzen Gottes genannt – hat kein Papier oder keine Pergamentrolle vor den Mund genommen. Das gibt mir Mut mich mit meinen tiefen und brennenden, vielleicht manchmal auch schmerzenden Fragen an Gott zu wenden: kritisch, echt, suchend. Ich habe mal irgendwo „aufgeschnappt“ Gott könne damit umgehen. Und da bin ich überzeugt. Er freut sich, wenn wir kommen und ihm nichts vormachen. Und wenn uns Fragen quälen ist es besser, ihm diese gleich zustellen als ein fröhliches Gesicht aufzusetzen und ein bisschen Smalltalk zu plappern.

Und noch einige Schlussgedanken. Wenn wir Gott unsere offenen Fragen bringen, wenn wir ihm unser ganzes Unbehagen vorsetzen und unser ganzes Herz vor ihm leeren, bezeugen wir damit eigentlich ein tiefes Vertrauen in Gott. Erstens, das er IST – sonst müssten wir ja gar nicht erst damit anfangen, ihm unsere Fragen zu stellen. Zweitens, dass er uns (an)hört, auch wenn wir vielleicht nicht sofort eine Antwort kriegen. Drittens: Wenn ich mit jemandem so rede, muss ich ein tiefes Vertrauen in ihn haben, dass er mit den ihm anvertrauten Sachen richtig umgeht. Es gibt für meine Fragen, für meine Not, für meine Unsicherheiten keinen besseren Ort, als damit direkt zum Urheber des Lebens zu kommen. Bei ihm bin ich richtig. Vielleicht hilft er mir nicht sofort auf die Beine, aber er hat die Situation unter Kontrolle, er weiss was er tut und er hat jede Möglichkeit zu handeln.

Songtext:

I fühle mi allei, hesch Du mi verlah,
I rede gäge ufe, lasch Du mi itz la stah
I schreie i mim Härz, i rüefe zu Dir Gott
Wo bisch Du, ghörsch Du mini Wort
I fühle mi so einsam, chunnt mini Not nid a
Gsesch Du wieni zable u nümm witer cha
Wiene Chäfer ufem Rügge, dChraft isch gli am Änd
la mi bitte use us mine änge Wänd

Wo bisch Du, ghörsch Du weni rüefe
Wo bisch Du, gsehsch Du woni bi
Wo bisch Du, tuesch mis Vertroue prüefe
wo führsch Du mi hi  :II Wo bisch Du mi Gott

I fühele mi allei, vermisse dini Nechi
I fühele mi so schwach u bruche Dini Sterchi
Hani Di enttüscht u öppis Falsches gmacht
Isch bi Dir wäg mir, di Zorn entfacht
I fühele mi so schlächt u dräie mi im Kreis
ständige Wiederstand u ig wo nid weiss
was de itze chunnt u was i söu tue
Wo bisch Du mi Gott, losisch Du mir zue

Bisch Du mir drvo oder bini gange
oder isch’s wederno – u Du bisch no dranne
dranne a mir, im Gspräch und im mim Läbe
und i muess vertroue, dass mir beidi zämehäbe

Vater im Himmel

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Dieser Song vertont das „Unser Vater“-Gebet. Durch eine Predigt wurde mir neu bewusst, welche Bedeutung dieses Gebet hat. Das war gestern und der Song entstand im Jahr 2011. Nun sehe ich, dass das Lied gerade den gestrigen Gedanken nicht so aufnimmt, respektive in etwas geänderter Form wiedergibt – also gibt es Stoff für einen weiteren Song? Es geht um den Satz: „Dein Wille geschehe auf der Erde, wie er im Himmel geschieht“ Mt 6, 10b. Ein paar Gedanken dazu:

  1. Die Wichtigkeit dieses Gebets, welches uns Jesus lehrte, ist nicht zu unterschätzen. Wenn jemand weiss wie beten – dann Jesus. Es sind einige wenige Worte, der Inhalt ist so konzentriert und voller Kraft; jeder Satz hat seine tiefe Bedeutung. Jesus sagt an einem anderen Ort, wir sollen beim Beten nicht plappern (wohl lange, ausführende oder ausschweifende Gebet sprechen). Gott weiss was wir brauchen. Wir müssen es ihm nicht erklären. Aber selbstverständlich freut er sich, wenn wir unser Leben mit ihm teilen.
  2. Nahezu alle Menschen suchen eine geistliche Dimension, sie suchen Göttliches, Himmlisches… und sie erreichen es nicht. Und nun kommt Jesus – selbst Gott – aus dem Himmel und bringt das Göttliche und Himmlische zu uns. Er weiss was „dort oben“ ist und er weiss, dass wir uns a) danach sehnen, b) dort eigentlich unsere Bestimmung / Heimat ist c) und wir diese Dimension dringend brauchen. Er bringt sie uns! Er hat den Weg frei gemacht, wie er sagt „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich“ Joh 14,6. Er ist nicht einer der Wege, er ist DER Weg. Diese absoluten Worte sind nicht so im Trend – aber diese Worte bleiben bestehen, es sind Gottes Worte.
  3. Und weil Jesus weiss was im Himmel abgeht, lehrt er uns beten – das Himmlische auf die Erde zu erbitten. Wenn uns die göttliche Dimension „erreicht“ oder unter uns kommt, dann werden Menschen verändert, dann ist Vergebung möglich, dann können Herzen, Seelen und auch Körper heil werden. Dann geschehen Wunder. Sein (Gottes) Reich soll auf diese Welt kommen, der Wille Gottes – wie er jetzt jederzeit im Himmel geschieht – soll auch auf unserer Erde geschehen. Etwas besseres kann dieser Welt nicht geschehen. Und dann wird es in solchen Situationen einen Vorgeschmack geben, wie es für immer und ewig im Himmel sein wird.

Das ist doch Grund zur Anbetung und immer wieder dafür zu beten, dass Gottes Reich gnädigerweise kommen und sein Wille hier auf Erden geschehen möge. Denn sein Wille ist gut. Gott ist gut, wir müssen uns vor ihm nicht fürchten. Seine Gedanken über uns sind gut – es sind Gedanken von Frieden und Wiederherstellung.

Songtext:

Vater im Himmu (Unser Vater)

Üse Vater im Himmu, dert isch Dis dehei
Heilig isch Di Name, wo mir abäte wei
Dis Rich söu cho u Di Wille gscheh
Im Himmu und uf Ärde wärde mir das gseh

Bitte gib üs Dis tägleche Brot
Vergib üsi Schuld, befrei üs us dr Not
Ou mir wei vergäh, dene wo üs Unrächt hei ta
Mit Dire Hilf füre Friede istah

Führ üs nid i Versuchig, mir si so schwach
Erlös üs vom Böse, bhalt üse Geist wach
Dir ghört ds Rich u Kraft und d Herrlichkeit
Für immer und ewig – In Ewigkeit

(c) 2011/2014 Text & Musik: Benjamin Nyffenegger
CD „Chumm mit“, 2014

 

Nöii Wäut

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Nöii Wäut. Ungefähr vor 15 Jahren habe ich dieses Lied geschrieben. Es gehört zu einer Sammlung von Songs, welche ich für ein Musical geschrieben habe. Das Musical wurde bis jetzt nicht veröffentlicht. Das Musical handelt von Lazarus, einem armen Bettler und einem reichen Mann. Die Unterschiede könnten nicht grösser sein. Die Geschichte ist in der Bibel in Lukas 16,19-31 nachzulesen. Irgendwann sterben die beiden Männer und „die Rollen“ werden plötzlich neu verteilt. Dem Lazarus, welcher auf der Welt so viel gelitten hatte, geht es nun gut; er ist angekommen und lebt bei Gott. Der reiche Mann, hatte es in seinem Leben auf Erden wunderbar. Er hatte auch mehr an sich als an den armen Lazarus gedacht und ihm nicht geholfen. Den Hunden gings besser als Lazarus. Jetzt aber – nach dem Tod – leidet der reiche Mann und wird so zum bedauernswerten Geschöpf…

Der Song „Nöii Wäut“ knüpft bei der Hoffnung auf eine neue, andere, bessere Welt an. Wer’s hier auf Erden gut hat, träumt vielleicht nicht von was anderem. Wer aber erkennt, dass hier so vieles krumm läuft, dass der Schmerz, das Leid, die Not zum Himmel schreit und die Situationen manchmal kaum oder nicht erträglich sind, der wagt (hoffentlich) zu träumen. Der Liedtext dreht sich nicht um die Not, sondern legt den Fokus auf die zukünftige Welt.

Der Traum dieser neuen Welt ist gewaltig. Es gibt nur noch Licht, Friede, Wahrheit. Und das Beste an diesem Traum ist, das es kein Traum ist. Ich male mir das vielleicht aus und dann kommt der Glaube und die Hoffnung, dass dies alles eben kein Traum ist, sondern eines Tages wahr wird. Es ist wahr, weil Gott es gesagt hat. Er hat es versprochen und er steht zu seinen Versprechen. Er wird diese neue Welt schaffen, welche dann in Ewigkeit existiert. Und was er sich für die Menschheit von Urzeiten gewünscht hat, wird dann Realität. Endlich wird Gott mit den Menschen Gemeinschaft haben können, welche durch nichts mehr betrübt wird.

Nöii Wäut

Ä nöii Wält, wie ne sunnige Tag, wo nieme vergeit
Äs ewigs Dehei ire herrleche Geborgeheit
Hie gits nume Friede, jede Ton ir Harmonie
Aues glänzt ir Wahrheit, mit däm Bild schlaff i ii

Es isch ke Troum, o wen is no nid cha gseh
Versproche isch versproche, es brucht nid meh
Ä nöii Wält wird är schaffe, mis nöiie Dehei
D’Ewigkeit bi Gott, da säge i nid nei

I säge ja u i fröie mi uf das wo wird cho
Wüu ds‘Alte vergeit, dä Gedanke macht mi froh
Wüu denn aues guet wird u für immer guet blibt
U niemer cha zerstöre, wüus nümm Böses git

I säge ja u i luege vou Sehnsucht zu Dir uf
Ä Sehnsucht wo ändlech gstiut wird – i warte druf
Du wirsch Di nid verspäte u chunsch zur richtige Zyt
U nimmsch jede, wo Di liebt i die nöii Wält mit

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
© 2001 endlos productions – www.endlos.ch
Song aus CD „Träne & Hoffnig“

 

Du bisch da

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Ich mag diesen Song sehr. Er spricht einerseits von den verschiedenen Jahreszeiten und andererseits von unserer Verfassung, welche manchmal auch wie Jahreszeiten durchlebt. Ich mag die Bilder von Herbst mit den farbigen Blättern, dem Dunst über den Bächen und Seen. Ich mag ein bisschen weniger, wenn die Tage immer kürzer werden und die „Nacht“ so Dominat wird. Aber auch das gehört dazu. Und trotzdem mag ich auch verschiedene Stimmungen, welche nur im Winter erlebt werden können. Und, wenn dann der Herbst das Zepter dem Winter übergeben hat und wieder einige Monate verstrichen sind, wird früher oder später der Winter dazu gedrängt das Zepter erneut weiter zu geben. An den Frühling. Diese Zeit liebe ich besonders. Wenn einerseits die Tage nun wieder länger werden und andererseits eine kalte, kahle, eingeschlafene Welt wieder erwacht, das Grün aus dem Boden schiesst und die Farben wieder die Natur füllt.

Und so ergeht es mir manchmal auch – und vermutlich bin ich auch nicht der einzige. Da ist in persönlichen Situationen plötzlich Herbst oder Winterstimmung.Statt der vielen Farben kann ich nur noch einige wenige zählen und vielleicht zeitweise nur noch von schwarz und weiss sprechen. In solchen Momenten könnte man meinen, das sei es nun. Das sei jetzt die neue Art zu leben und es geben neuerdings keine Farben, keine Wärme, keine Kraft mehr. Alles kahl, zu ruhig, zu kalt etc. Aber der nächste Frühling kommt, das nächste aufwachen bereitet sich vor. Und doch – das ist keine Selbstverständlichkeit. Ich schaue es als Geschenk, als Gnade an, wenn es nach Talfahrten plötzlich wieder nach oben geht. Wenn sich die ersten Gräser und Blumen zurückmelden. Wenn die kahlen Bäume zu spriessen beginnen. Wenn Lebensfreude zurückkehrt, neue Kraft verspürt wird.

Und in all diesen Jahreszeiten, ob nun wortwörtlich im Sommer, Herbst, Winter und Frühling oder in der persönlichen Jahreszeiten, dem Auf und Ab, den Höhenflügen und eben auch Tahlfarten, wenn die Sonne uns anstrahlt oder wir pudelnass im Regen stehen, gibt es eine Konstante: ER IST DA. Ob wir durch die schönsten Zeiten unseres Lebens hindurchwandern oder an einem Tiefpunkt angekommen sind: ER IST DA. Ob wir uns getragen und von Freunden umgeben fühlen oder komplett alleingelassen: ER IST DA. Was auch immer ich tue, wo immer ich bin, er verlässt mich nie, er ist und er bleibt an meiner Seite. Gewaltig, wunderbar, herrlich. Du bisch da!

Songtext: Du bisch da

We Blätter vo de Böim abefaue
U die ganzi Farbepracht am Bode liegt
We d‘Aare geng cheuter und cheuter wird
U d‘Luft hautet mit dere Cheuti Schritt
Bisch Du da – Du bisch da
We Tage geng chürzer wärde
Bis dr Morge u dr Abe zur Nacht ghört
We d‘Stimmig dusse zwar herrlech isch
U glich tönt das Lied – dass öppis ufhört
Bisch Du da – Du bisch da

Öb Frühlig oder Herbscht, Summer oder Winter – Du bisch da
Öb d‘Sunne ma schine oder isch sie grade niene – Du bisch da.
Öb i lache oder gränne, strahle u singe – Du bisch da
Bisch Du da – Du bisch da

Wes schint, als ging d‘Ärde ga schlafe
U dr Näbu malt es graus Landschaftsbild
Weni d‘Wermi u d‘Farbe u d‘Fröid mues ga sueche
U mi Gott, wo jedi Sehnsucht stiut
Bisch Du da – Du bisch da

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2008/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

We d’Sunne untergeit

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Sehr viele Songs entstanden jeweils beim Zugfahren – so auch dieser. Ich war in Deutschland unterwegs und fuhr Richtung Schweiz. Ich geniesse es, einfach da zu sitzen und aus dem Fenster zu schauen. So sah ich am Himmel ein gewaltiges Sonnen-Wolken-Spiel oder anders ausgedrückt herrliche Himmelsbilder. Als ich diese Stimmung in mich einatmete begann ich das Lied zu schreiben und in wenigen Minuten ist der Text entstanden. Es fühlte sich so an – die Kreativität, welche Gott mit diesen Himmelsbilder an den Tag oder den Abend legte, hat er gnädigerweise auf seine Art in mich gelegt und die Worte und Zeilen sprudelten einfach so hervor.

Manchmal versuche ich etwas zu ’schaffen‘ – aber es gelingt nicht. Ich kann mir noch so Mühe geben – es bringt nichts. Dieser wunderbare Augenblick, mit dieser herrlichen Kulisse, war anders. Als ich am Ende des Songs angelangt bin, hat mich die ganze Situation schon sehr berührt.

Der Song spricht von einer Sehnsucht nach einer Heimat, welche sich nicht hier auf Erden befindet, resp. nicht mit unserer Heimat hier zu vergleichen ist. Wenn ich jeweils weg bin, freue ich mich riesig darauf wieder zurückzukehren, nach Hause zu kommen. Spannenderweise tönt in diesem Song der Refrain ganz anders und spricht von einer Sehnsucht, welche eben nicht das Zurückkommen im Blickfeld, sondern ein nach-Hause-kommen in der Ferne, in der Zukunft fokussiert.

So bin ich unterwegs, komme hin und wieder nach Hause, aber bleibe trotzdem unterwegs und Gast auf dieser Erde, mit dem Ziel dann einmal richtig nach Hause zu kommen zu meinem Vater im Himmel. Er wartet auf mich. Jesus hat alles schön vorbereitet. Das sind wunderbare Aussichten.

Songtext:

We d’Sunne untergeit 

We d‘Sunne untergeit, isches nid trurig,
sondern es wunderbar, herrlechs Bild
So viu Farbe u Glanz, so viu Gold u Zier
U d‘Wuche si ganz frei u wild
Alles das wie vom ‘ne grosse Maler
Ä Künschtler, wo tadulos garbeitet het
das Gmäld chönnt isch unmüglech zahle
Ou wes dr Schöpfer fasch verschänke wett

Da chunnt e Sehnsucht uf nach dr Fehrni
Sehnsucht, dass dsLäbe witergeit
Öb dert oder hie oder wo de ou immer
Ä einmaligi Ewigkeit besteit

We dSunne undergeit, chani guet tröime
Vore Zuekunft, won i no nid cha gseh
Irgendwie schmöcki öppis vom ne Läbe
Es git näb däm hie ganz sicher meh
I läbe gärn u versuche viu dsgniesse
Aber das Läbe het mau es Änd
Ou weni nid meh über das Ghemnis weiss
Weiss i mi i Dine liebende Händ