Ä wunderbari Nachricht

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Gratis Mundart-Weihnachts-CD im Dezember: Schreibe eine [Mitteilung] mit Deiner Adresse und teile mir mit, ob Du 1 oder 2 Weihnachts-CD möchtest. Gratis, inkl. Versandkosten (nur in der CH).

Die Adventszeit ist eine ganz besondere Zeit. Die einen mögen sie, bei anderen löst sie Leid und Not aus. Das Alleinsein macht sich bei einige Menschen besonders in dieser Zeit besonders stark bemerkbar.  Es ist eine kalte Zeit, wo eigentlich gerade Gemeinschaft und das Zusammensein mit Menschen, welche man gernhat, Wärme und Geborgenheit bringt. Aber nicht alle Menschen haben Anschluss zu einer solchen Gemeinschaft oder sie verbringen diese festliche, ja heilige Zeit alleine – vielleicht das erste Mal. Letztes Jahr waren sie noch zu zweit. Vielleicht ist es aber bereits eine Adventszeit unter vielen, die schon fast mit Routine alleine durchstanden wird. Ich kann mitfühlen, kenne diese Gefühle aus nächster Nähe.

Was hat diese Adventszeit nun mit einer wunderbaren Nachricht zu tun? Advent – Ankunft. Nein, es ist kein Slogan eines überfüllten Bahnhofes und die Ansage eines nächsten Zuges auf Gleis 4. Kein Zug kommt an, ich denke dieses Jahr wird auch sonst niemand ankommen. Aber es kam vor langer Zeit einer an. Schwach, klein, zerbrechlich, hilfebedürftig. Von einigen wurde er erwartet, in Bethlehem jedoch war er nicht willkommen. Man wartete dort offensichtlich nicht auf ihn. So gab es letztlich nur einen Stall und eine Krippe, wo dieser Ankommende ankommen konnte. Die Weihnachtsgeschichte ist bekannt. Schnell erzählt, tausendmal gehört. Nichts Neues. Nichts Neues? Wer die Geschichte, welche wortwörtlich Geschichte ist, versteht oder langsam zu verstehen beginnt, entdeckt Gewaltiges. Auch wenn die erste Ankunft bereits in der Vergangenheit liegt, enthält sie so vieles für die Gegenwart. Denn dieser Jesus, der war (geboren wurde), ist (jetzt und hier) und sein wird (wieder angekommen wird) brachte und bringt immer wieder von Neuem eine herrliche, wunderbare Nachricht in unser Leben.

Es ist die Nachricht, dass Gott einen Weg gefunden hat, Frieden mit den Menschen zu schliessen. Dieser Friede kostete ihn alles, dieser Friede ist Gnade. Wir können ihn nicht verdienen, aber wir können ihn in dieser bedeutenden Adventszeit verlieren. Wir bereiten uns vor, wir kaufen ein, wir schmücken den Tannenbaum, schreiben Einladungen, packen Geschenke ein und zelebrieren Weihnachten und verpassen in diesem ganzen Tun den eigentlichen Sinn von Weihnachten. Obwohl wir meinen Weihnachten in vollen Zügen, bester Gemeinschaft und das Vorjahr übertreffend zu feiern, bleiben wir innerlich leer und gehen leer aus, weil wir den wirklichen Gastgeber und Festurheber verpasst haben. Ihn zu finden, ihn zu treffen, bedarf es keinem Geld, keinem Reichtum, nicht einmal einer Gemeinschaft oder sonstigen Vertrautheit. Er ist gekommen für die Hirten, für die Einsamen, für die Traurigen, für die Könige und für Dich. Komm und suche ihn. Komm, entdecke Advent – die Ankunft. Komm, entdecke die wahre Weihnacht, heilige Nacht.

Songtext:

Ä riesegrossi Fröid

Es schint e gwöhnlechi Nacht
chaut aber stärneklar
E wahri Stärnepracht
ä gwaltigi Liechterschar
D‘Schaf si am schlafe u d‘Hirte tüe wache
Sie rede zäme über Hirtesache
Plötzlech wird’s häu u ne Ängel steit da
U seit ne lut u dütlech, dir müesst kei Angscht ha

Kei Angscht, ä riesegrossi Fröid
Ä wunderbari Nachricht u nid öppe Leid
Für alli Mönsche, die ganzi Wält
Isch ds Liecht gebore, wo aues erhällt
Dr Retter, Messias, Christus isch da
Fürchtet öich nid, dir müesst kei Angsch ha

Was isch das für ‘ne Nacht
wo so normal het agfange
Wie jedi anderi ou,
wo d‘Hirte ufe Morge tüe bange
Aber hüt isch alls anders, d‘Nacht wird plötzlech häll
Si packe ihri Sache u das müglechscht schnäll
D’Härze vo de Hirte fö jetz afe brönne
Sie möchte ihre Retter persönlech lehre kenne

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
© 2010 endlos productions – www.endlos.ch

Heil Du mis Härz

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Der Alltag bringt so allerlei mit sich. Und während unserem Leben sammeln wir entsprechend eine Menge verschiedenster Erlebnisse und Erfahrungen. Hoffentlich ist da auch ein grosser Anteil an Gutem und Schönem dabei. Und dennoch, wir sammeln auch schmerzhafte Momente – Narben entstehen, die unser Leben kennzeichnen und insbesondere werden alle diese Sachen (positive wie auch negative) in unserem Herz „aufgezeichnet“ – um das mal ein bisschen bildlich zu beschreiben. Wenn wir unser Herz nun einfach so sich selbst überlassen, kann das ein böses Ende nehmen: Bitterkeit, ständige Enttäuschungen, Frust und so schlussendlich ein bemitleidenswertes Leben, welches kaum mehr Höhenflüge kennt. Ein Auto bringt man in den Service, eine Wohnung erlebt wohl in den allermeisten Fällen einen Frühlingsputz, auch einen Computer sollte zwischendurch gewartet werden – was ist mit uns, was ist mit unserem Herz? Ja auch das sollte gründlich umsorgt werden. Immer wieder, sonst geht es kaputt.

Dieser Song, mal ein bisschen eine rockigere Nummer, „schreit“ dieser Wunsch, dieses Verlangen nach Service, nach umsorgt werden, nach Heilung des Herzens hinaus. Heil DU, mein Gott – Urheber des Lebens und auch meines Herzens – mein Herz. Du kennst mein Herz, Du kennst die Prägungen auf meinem Herz, sämtliche Aufzeichnungen in meinem Herzen, ob schön oder nicht. Bitte heil es, mein Herz. Bei all dieser Vielfalt des Lebens, bei allen Herausforderungen, allen Nöten, allen Schwierigkeiten – eins will ich tun – einfach in Deine Arme rennen und Dich bitten, dass Du Dir mein Herz anschaust, es verbindest, wo es wehtut; wiederherstellst, wo es verbeult wurde; reinigst, wo es verschmutzt wurde. Ja bitte kümmere Dich um mein Herz. Ich weiss auch, dass Du für diesen Herzensservice ein gewaltiges Mittel hast, es ist die Dose da mit der Etikette „Liebe“, ein ganz besondere Liebe, die göttliche. Eine Liebe, die nie ausgeht und alles gut macht, die heilt, verbindet, Trost spendet, erneuert und motiviert, weiter zu gehen.

Und ganz ehrlich, ich möchte nirgendwo sonst hingehen. Denn Dir ist nichts zu gross, nichts zu schwer, nichts zu banal. Wenn ich komme, lehnst Du mich nie ab, egal wie es um mein Herz steht. Wenn ich komme, nimmst Du Dir Zeit und nimmst mich ernst. Und drum will ich immer wieder kommen, ja eigentlich will ich dann auch gleich und immer bei Dir in Deiner Nähe bleiben, angeschlossen und verbunden mit dieser göttlichen Dose oder Füllung mit der Etikette „Liebe“. Ich brauche sie, ich brauche Dich. Und sind wir mal ehrlich: Wir brauchen sie alle, denn wir sind alle aus der Hand des gleichen Urhebers gestrickt. Wenn ich an die Roboterrasenmäher oder -staubsauger denke; diese müssen regelmässig in ihre Basis fahren, um geladen zu werden und einsatzfähig zu bleiben. Wenn sie es nicht tun, werden sie ganz schnell kraftlos und können nicht mehr eingesetzt werden. Und wir sind doch mehr als dieses Häufchen Plastik und Elektronik!

Songtext:

Heil Du mis Härz

Dr Alltag het Spure i mim Läbe hinderlah
Me seit, d’Zyt heilt Wunde, doch das isch gar nid wahr
Erfahrige, wo mi präge u Mönsche, wo versäge
U ig bi nid besser – liege so oft dernäbe
Es lächle überdeckt, was dr ander nid darf gseh
Doch töif i mir inne tuets so schrecklech weh
Jede het sini Lascht, jede Tag bringt Nöis drzue
Wie lang geits so no witer, wenn chumi zur Rueh

Heil Du mis Härz u steu mi wieder här
Nüt isch Dir z’gross u z’höch
u nüt isch Dir z’schwär
I renne i Dini Arme, zu däm wo mi befreit
We aues zämegheit, isch’s Dini Liebi, wo mi treit

Verspräche wärde gmacht, aus söu besser wärde
Lösige wärde gsuecht u dr Friede uf Ärde
Dr Mönsch überschetzt sech u meint wär är isch
We doch nume Du ds wahre Läbe bisch

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2005/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

Mit mim Chünig uf em Wäg – Chünigschind II

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Im ersten Beitrag habe ich bereits erwähnt, dass mit dem Song „Chünigschind“ die Mundart-CDs eigentlich anfingen. Das Thema / der Titel „Chünigschind“ hat mich gepackt. So konnte ich mich nach der ersten Chünigschind-CD noch nicht vom Thema verabschieden und habe eine zweite angehängt. Meiner Meinung nach war diese CD musikalisch betrachtet ein Fortschritt, aber irgendwie blieb das Übertreffen des guten Starts von Chünigschind (1) aus. Frage mich nicht warum. Wahrscheinlich gibt es verschiedene Gründe… 😉 Das diese Songs der zweiten CD nicht mehr Verbreitung fanden, finde ich eigentlich schade – ich mag die Songs. Aber nun kannst Du sie ja kostenlos hier hören oder gleich alle auf [soundcloud.com] nacheinander. Und damit wir es noch ein bisschen spannender machen: Ich offeriere Dir die CD bis Ende Jahr kostenlos. 1) Fülle unter www.endlos.ch das Formular aus. 2) Trage bei Chünigschind 2 die Anzahl 1 oder 2 ein. 3) Die Bestellung muss bis 31.12.16 eingehen und 4) an eine Adresse in der Schweiz gesendet werden können. Alles klar?

Zum Titelsong der CD Chünigschind 2: Manchmal gibt es Momente, da versuche ich einen Song zu schreiben. Ich nehme mir Zeit, setze mich hin mit Blatt und Stift. Ich bin bereit und will schreiben und? Es geht nicht, ich knorze die ersten Worte oder Zeilen hin und nach diesen kommt dann der Abbruch, da es einfach keinen Sinn macht. Wohl der falsche Zeitpunkt, eben doch nicht bereit oder sonst einfach nicht auf Empfang. Nicht so war es bei diesem Song. Wenn ich mich richtig zurück erinnere, war ich sicherlich nicht mit Stift und Papier zur Stelle … plötzlich kamen die Phrasen und ich musste mich beeilen, damit sie nicht plötzlich weg, vergessen waren. Dieser Song ist in kürzester Zeit entstanden. Das sind für mich so wunderbare Momente, irgendwie göttlich inspirierte. So soll es doch sein. Ich darf davon ausgehen, dass Gott mir etwas mitteilen will. Sehr gerne nehme ich solche Mitteilungen in Form eines Songs entgegen. Das ist ja meine „Welt“. Und so werden diese Worte und Zeile, eben ein ganzer Song zum Geschenk. Zu einer – in der Regel – guten Nachricht (Ich meine, es kann auch mal eine ernsthafte Nachricht sein…).

Dieser König vom Song ist nicht der König des/eines Landes, in welchem ich sein Diener, Bewohner oder Unterhund bin. Dieser König ist eben anders. Einerseits ist er König über alle Könige, König des Universums, hoch erhaben. Andererseits ist er mein himmlischer Vater, der lieben Dädi und nahbar. Wie ein Kind zum Vater gehen darf und sich dort wohl und in Sicherheit fühlt, kann ich zu Gott, meinem Himmel-Vater gehen. Bei ihm bin ich geborgen, bei ihm bin ich in Sicherheit. Er wacht über mir. Und er liebt mich, grenzenlos, bedingungslos. Auch wenn ich falle oder ungeschickt im Zeugs herumstolpere, er hat mich einfach gern. Sein Ja zu mir ist ein endloses. Eines, das nicht nach 5, 10 oder mehr guten Jahren plötzlich kehrt und zum Nein wird. Deshalb muss ich vor ihm nichts verbergen und darf einfach mich selbst sein – ich bin angenommen.

Songtext:

Mit mim Chünig uf em Wäg

Gsesch du das Bild, wiene Vater mit sim Chind
Gspürsch du die Liebi, woni da drinne find
Ghörsch du das Lied, won är über Dir singt
Erläbsch du wie dis Härz i sire Nechi springt

Mit mim Vater unterwägs, Schritt für Schritt zum Ziel
Mit mim Dädi a dr Hand, das bedütet mir so viel
Mit mim Chünig ufem Wäg id Ewigkeit
Zäme gö mir vorwärts is verheissene Land

U iz loufi u i renne u lache mit Dir
U weni mau sött gheie, steisch Du geng no zu mir
Nid i ha Di erfunde u aus Chünig bestimmt
Du hesch mi gschaffe u krönt zu Dim Chind
Vou Liebi u Anahm schlat Dis Härz für mi
Da muess i nüt verstecke, darf mi säuber si

U i ghöre u singe immer wieder mit
Äs Chünigschind hesch Du us mir gmacht
Mit Dim Härzschlag haute i gärn Schritt
Dini Melodie, ä Symphonie vor Liebi
Dis Lied über mir klingt herrlech u berührt
So ischs we mi dr Chünig i Thronsaal ineführt

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

Dis Rich söu cho

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In letzter Zeit bete ich häufiger, dass Gottes Reich, seine Dimension, der Himmel in mein Umfeld, in meine „Kultur“ hereinbricht. Ich beziehe mich dabei auf das Vater unser „Dein Reich komme – Dein Wille geschehe – wie im Himmel – so auf Erden“. Es gibt nichts besseres, als wenn Gottes Reich in unserer Gegenwart sichtbar wird. Warum? Weil in seinem Reich alles wiederhergestellt wird, weil es da nur noch Licht geben wird, weil alle Wunden, Schmerzen und Leiden ein Ende haben, weil da ein perfekter und von vollkommener Liebe geprägter Gott regiert. Wie wunderbar und gewaltig muss das sein, wenn diese Dimension nun schon stückweise in mein Leben trifft. Wenn ich seine Kraft erfahre, wenn ich seine Vergebung erlebe, wenn ich sein Wirken und seine Gegenwart spüre. Noch eine weitere Antwort zum Warum: Dieser Gott hat gute Gedanken über mir, es sind Gedanken von Frieden und Heil. Er will mir eine Zukunft geben – mit mir zusammen ein Leben leben, das Sinn macht. Er will mir Leben im Überfluss geben – ein Leben das aus seiner Gnade gefüllt und geprägt wird (Strophe 1). Und dieses Leben beginnt eben nicht erst nach dem Tod, sondern es kann jetzt und hier beginnen: Eben da, wo der himmlische Wille Gottes uns erreicht und trifft. Da, wenn wir Gott einladen.

Er sagt auch, ich stehe vor der Tür und klopfe an (Offb 3,20). Stell dir das mal vor. Es klopft an deiner Tür, du öffnest und da steht der „Himmel“, respektive der Höchste des Himmels. Nein, er hat keinen Abgeordneter vorbei geschickt, kein Bote oder Stellvertreter. Er – Jesus – höchst persönlich kommt und verspricht, wenn du mir die Tür öffnest und mich hereinlässt … ja dann werde ich kommen und das Himmelreich mit mir. Dann kann der Wille Gottes wie im Himmel – so auf Erden geschehen. Das möchte ich erleben. Das ist meine Hoffnung, meine einzige. Daran will ich mich festhalten und nicht locker lassen.

Wenn er kommt, dann wird er nicht wieder gehen. Er wird für immer bei mir bleiben, wir werden immer bessere Freunde. Er wird mir immer mehr vom Himmel zeigen. Mein Lebensweg auf Erden muss ich dann nicht mehr alleine bestreiten (Strophe 2). Diese Wanderung hier ist manchmal eine totale Zumutung, hoffnungslos, traurig, schmerzvoll etc… Wenn ich das alleine machen müsste? Nein daran will und muss ich nicht denken. Er hat versprochen mit mir zu gehen, mich nie mehr aus seinen Augen zu lassen und mich von meiner Tür (als ich ihn hereingelassen habe) bis zu seiner himmlischen Tür zu begleiten. Dann wird er seine Tür öffnen und sagen: Willkommen in meinem Reich für die Ewigkeit. Wortlos, sprachlos. Und darum will ich nicht aufhören zu singen „Dein Reich soll kommen und Dein Wille geschehen, wie im Himmel, so auf Erden“ und Dein Wille soll in meinem Leben sichtbar werden!

Songtext:

Dis Rich söu cho

Du hesch gueti Gedanke über mir
Gedanke vom Friede u Heil
Du wosch mir ä herrlechi Zukunft gä
Bi Dir dehei
Äs Läbe im Überfluss, äs Läbe us dr Gnad
Läbe mit Dir zäme, wo hie uf itz afaht

II: Dis Rich söu cho u Di Wille gscheh
Wie im Himmu so uf Ärde
Dis Rich söu cho u Di Wille
I mim Läbe sichtbar wärde    :II              
Denn läbe wott i für Di!

Für immer wirsch Du bi mir si
Dr Wäg gani nid allei
Mit Dir a dr Site u i mir in
Findi ganz sicher hei
Wüu Du lasch mi nie lagah, Dini Händ schütze mi,
Dini Ouge wache über mir, Dini Liebi strahlt mi a

Läbe wott i für Di! 4x

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2008/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

Nüt cha mi trenne vo Dir

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Dieser Song basiert auf den Bibelversen von Römer 8, 35-39. Diese Botschaft ist so wunderbar. Es gibt nichts – wirklich gar nichts, was uns trennen kann von Gott. Nichts kann uns trennen von Gottes Liebe! Es gibt keine Gewalt, die so stark wäre, dass sie uns von Gott wegziehen könnte. Keine Macht, welche es schafft uns aus den Guten Händen Gottes zu reissen.

Wir selbst sind zwar in der Lage, von Gott gelöst zu leben und ihm zu erklären, dass wir ihn nicht wollen und ihn nicht brauchen und auch nicht glauben, dass er existiert. So besteht eine gewaltige Kluft zwischen uns und ihm. Aber selbst in diesem Fall können wir Gott nichts daran hindern, uns zu lieben. Gott hat sich dazu entschieden. Es ist eine Liebe, die wir manchmal nicht verstehen können. Es ist eine Liebe die mal grundsätzlich auf Einseitigkeit beruht. Wir können Gott für diese Liebe nichts geben. Wir können diese Liebe erwidern, indem wir ihn mit unserer beschränkten Liebe zurücklieben und ihn anbeten und verehren. Aber seine Liebe ist an keine Auflagen an uns geknüpft. Gott hat den Mensch nach seinem Bild geschaffen, um Gemeinschaft mit ihm zu haben.

Seit dieser Idee und dem Heute ist vieles passiert. Es wurde viel Glas und es wurden viele Leben Menschenleben verbrochen. Wir haben es nicht geschafft, Gott treu zu sein und seinem Auftrag, gut zu seiner Erde zu schauen, nachzukommen. Jeden Tag neu beweisen wir selbst und beweisen es uns die Medien, wie wir gottlos funktionieren und zu welchen Taten wir fähig sind. Wir haben keine Möglichkeit auf Adam zu zeigen und ihm klarzumachen, dass er schliesslich für diese ganze Misere verantwortlich ist. Jeder von uns trägt ein Stück dieser Verantwortung und bringt es nicht fertig, heilig zu leben. Und mit diesem Hintergrund gewinnen diese Bibelworte von Römer 8,35-39 und gewinnt dieser Song noch mehr an Tragweite und an Tiefe. Wir können Gott für diese endlose Liebe einfach ehrfürchtig danken und ihn dafür anbeten. Nichts kann uns trennen von seiner Liebe. Es ist diese Liebe, die uns täglich umarmt, es ist diese Kraft, die uns trägt, diese Gnade und die Güte, welche Gott uns freiwillig und grosszügig zukommen lässt. Das ist diese Herrlichkeit, welche in die Ewigkeit reicht. Es ist diese Liebe, die niemals vergehen wird. Gottes ewige Liebe.

Songtext:

Nüt cha mi trenne vo Dir

Nüt, gar nüt
nüt cha mi trenne vo Dir
Niemer,  kei Mönsch uf dere Wält
ke Macht im Himmu und uf Ärde
weder Tod no Läbe, Ängle oder Gwalte
nüt, nid Gägewart no Zukunft
kei Höchi, kei Tiefi, kei andri Kreatur
niemer u nüt cha mi trenne vo Dir

II: Vo Dire Liebi, wo mi umarmet
vo Dire Chraft, wo mi treit
vo Dire Gnad u dire Güeti
vo Dire Herrlechkeit bis i d’Ewigkeit :II

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

Lehr mi

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Wir werden täglich abgestumpft durch Medien, Bettler und solche, die uns einfach anquatschen und uns etwas andrehen wollen. Schlechte Erfahrungen im gemeinsamen Miteinander unterstützen unseren Werdegang. Wir werden abgehärtet und verschliessen uns – auf alle Fälle mir geht das so. Falls es bei Dir ganz anders ist, kannst Du Dir die folgenden Zeilen vermutlich schenken. Ich beobachte mich, wie ich potentiellen „Störenfrieden“ auf der Strasse systematisch aus dem Weg gehe. Lasst mich einfach in Ruhe, das sind so meine Gedanken. Und falls es dann trotzdem mal jemandem gelingt, mit anzusprechen, erhält er oder sie in der Regel keine freundlichen Worte. Bettelnde Menschen sprechen mich in der Regel nicht an, aber diese werden oft auch ausgeblendet. Mein Herz ist hart.

Wann habe ich mich das letzte Mal um jemanden gekümmert und ihm oder ihr etwas Gutes getan oder gesagt? Diese Situationen gibt es auf alle Fälle – aber es dürfte sie mehr geben. Ich weiss einfach, dass solche Gegebenheiten mich glücklich machen. Geben ist seliger als nehmen! In gewissen Situationen beobachte ich ein Geschehen und es tut mir weh was ich da sehe. Was soll ich tun? Manchmal bete ich dann einfach für die Beteiligten. Könnte ich aber nicht mehr tun? Nicht das Beten wenig ist, aber es ist manchmal sehr praktisch für eine Situation zu beten – that’s it… Das kostet mich ja auch nicht so viel. Es wäre herausfordernd, wenn ich auf Personen zugehen und meine Hilfe anbieten würde, oder?

Eigentlich wünschte ich mir mit einem weichen Herz und offenen Augen und Ohren durch die Gesellschaft zu leben und hier und dort helfen, ermutigen, trösten, beten zu können. Beten dann vielleicht nicht nur für mich stille, sondern mein Gebet einer fremden Person anbieten. Stell Dir vor, wie sich unser Alltag verändern würde, gäbe es viele offene Menschen, die Gott fragen: Wo kann ich helfen, wem kann ich diesen, wer braucht meine Hilfe? Gott was kann ich tun? Das Lied spricht von dieser Bitte. Kennst Du noch die Bändeli WWJD? Das ist eigentlich das abschliessende Gebet des Refrains: „Ich will so werden und so leben wie Du gelebt und das tun, was Du – Jesus – getan hast.“ Der Trend, zuerst mal für sich zu schauen, unterstützt uns darin nicht – aber Gott im Himmel wird mit seiner Kraft uns zur Seite stehen und uns helfen, unserer Gesellschaft zu dienen.

 

I wott so wärde u so läbe
U das tue wo Du hesch ta

Songtext:

Lehr mi

Mis Härz isch hert wine Stei
Es seit so oft u zu vielem eifach nei
Wenn i doch ja müesst säge, Dire Fülli härehäbe
U muetig e erschte Schritt chönnt tue
Mini Ouge si so oft verchläbt
I wott nid gseh, wie so mänge Mönsch läbt
Wien är unger düre muess u Di nid kennt
U so für immer is Verderbe rennt

Lehr mi gränne, lehr mi hoffe
I wott Dini Träne gseh
Lehr mi schreie, lehr mi bäte
Dr Schmärz vo dere Wält tuet Dir weh
Hiuf mir ufstah, hiuf mir handle
I wott Di gseh u mi ganz uf di verlah   
I wott so wärde u so läbe
U das tue wo Du hesch ta

Mini Ohre ghöre schlächt, sie si verstopft
Es duret lang, we öpper a d’Türe chlopft
I wott nid ghöre, we öpper schreit
U mi nid la störe, ou we äs Läbe meh verheit

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2004/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

Du hesch mi grettet

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Ich war gestern mit dem Auto unterwegs und da hörte ich den Song von Crowder – My Victory. Wie eine Welle haben mich die Worte getroffen „A cross meant to kill is my victory“. Es ist ja gut, wenn wir uns ans Kreuz erinnern, wo dieser Jesus hing. Aber ich habe manchmal so das Gefühl, dass wir dieses „Symbol“ verniedlichen. Das Kreuz war ein hässliches Mordinstrument. Die Verbrecher und zum Tod Verurteilten wurden dort angenagelt und starben einen qualvollen Tod. Nichts Schönes, nichts Niedliches. Einfach nur grausam und brutal. Eben – das Kreuz, welches zum Töten gedacht war…

…dieses Kreuz, dieser Ort brachte mir den Sieg! Natürlich nicht das hölzerne Kreuz und die grausame Mordstätte. Aber weil Jesus meine ganze Sünde, meine Schwachheit und Schande, mein Unvermögen, meine Krankheiten – einfach alles gottlose persönlich an dieses Kreuz mit sich hinauf trug und dort an meiner Stelle starb … deshalb habe ich nun den Sieg. Es ist unmöglich, dass ein guter Mensch das hätte tun können. Diese ganze Weltlast zu tragen, vermag kein Erdenbürger. Da muss Gott persönlich handeln. Und mit dem Tod allein, wäre alle die Not, die Sünde und Krankheit nicht aus dem Weg geräumt gewesen. Es brauchte noch einen weiteren Schritt: die Auferstehung. Erst dadurch wird die Macht Gottes und die Erlösung vollumfänglich sichtbar und erlebbar. Da musste in der Totenwelt ein heftiger Kampf stattgefunden haben. Der Tod und der grösste Feind Gottes – der Satan, konnten Jesus nicht im Totenreich behalten. Jesus hat diesen Kampf gewonnen und ist auferstanden.

Deshalb kann ich in der zweiten Strophe des Songs singen „in Deinem Namen liegt alle Macht .. Du hast den Tod, den Teufel und die Hölle überwunden.“ Wau, gewaltig. Das ist Sieg; dieser Sieg, welcher am Kreuz auf Golgatha erreicht wurde. Jesus hat es für mich getan, er hat es für Dich getan, er hat es für die ganze Welt getan! Danke, ich danke Dir, hast Du mich gerettet. Tatsächlich, ohne Dich, ohne Dein Gang an dieses brutale Kreuz, wäre ich verloren gewesen. Danke für Deine Liebe. Nun ist die Trennung zu Gott dem Vater für immer und ewig vorbei. Wenn Du die Tat von Jesus und die Tatsache des Kreuzes für dich persönlich annimmst und glaubst, dass Jesus auch deine Verlorenheit und deine Sünden auf sich genommen und an diesem Kreuz für dich gestorben ist – dann ist die Trennung von Dir zu Gott dem Vater auf für immer vorbei.

Songtext:

Du hesch mi grettet

Jesus, i danke Dir für das, wo Du hesch da
Für mi bisch Du uf d’Ärde abecho
Hesch dr Himmu, die Herrlechkeit verlah
U dä schrecklech, tödlech Wäg uf Di gno

Häb Dank – Du hesch mi grettet
Ohni Di wär i verlore gsi
Häb Dank – Für Dini Liebi
D’Trennig vo Gott isch verbi

Jesus, i danke Dir, i Dim Name liegt aui Macht
Du hesch dr Tod, dr Tüfu u d’Höll überwunde
I dr dunkle Nacht hesch Du dr Siegeszug gmacht
U die Gfangene vo de Chöttine losbunde

Sie si frei! I bi frei!

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

Du blibsch für geng

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Gerade kürzlich habe ich mit jemandem über den technischen Fortschritt gesprochen und wie sich das für gerade ältere Personen anfühlen muss. Neue Entwicklungen haben in den letzten Jahrzehnten immer schneller stattgefunden – so scheint es mir. Und nun hetzt er – der Fortschritt. Neuigkeiten kommen und kaum sind sie da, sind sie schon wieder veraltet. Es braucht etwas noch Neueres, das diese Lücke füllt. Auch der Mensch verändert sich – so scheint es mir. Werte verlagern sich oder zerfallen. Die Globalisierung findet in mancherlei Bereichen statt. Nicht nur, dass ich eigentlich irgendwo auf der Welt einkaufen kann. Die kulturelle und religiöse Landschaft scheint sich auch neu zu formieren. Grenzen werden niedergerissen und plötzlich liegt die ganze Welt mit all den verschiedenen Facetten vor der Haustür.

Und bei dieser ganzen Entwicklung scheint es mir manchmal, dass eben kein Fundament mehr trägt. Denn was ist ein Fundament? Ist es etwas Subjektives und etwas, das jeder für sich bestimmen kann? Trägt wirklich kein Fundament mehr? Die erste Strophe des Songs fasst dies eigentlich ganz schön zusammen. Und dann, wenn man das chaotische Resultat dieser ersten Strophe so betrachtet, bricht plötzlich als helles Licht die Wahrheit hervor: DU bleibst für immer. Nicht nur das. Du warst schon immer. Und es gibt ein ordentliches oder irdisches Ende und da wird diese Wahrheit dann nochmals über alles hochgehalten. Alle werden die Knie beugen. Alle werden staunen, dass es so was gibt. Es gibt es tatsächlich. Es gibt Dich tatsächlich. Du wirst Dich nie aus dem oder zum Staub machen. Du wirst bleiben.

Diese Wahrheit ist schwer verdaulich und da ist es verständlich, dass dies allergische Reaktionen auslösen wird. Menschen und ganz Völker werden toben, sie werden schreien und brüllen. Und die Vorbereitung des Endes nimmt ihren Lauf. Es können sich viele oder sogar alle gegen Dich verbünden und sich gegen Dich entscheiden – auch das bringt Dich nicht aus der Ruhe. So steht es geschrieben. Es wird letzten Endes eine Antwort geben und die lautet: Du bist der Herr der Herren und der König der Könige. Und Du bleibst für immer. Und diese Tatsache tröstet mich in der Gegenwart, wenn es drüber und drunter geht. Es tröstet mich, wenn sich die Welt als in Seenot geraten anfühlt und man problemlos seekrank werden könnte. Und ich erinnere mich mich wie Jesus bei seinen Jüngern im schwankenden Boot im Sturm stand und schlicht sagte: Sturm sei still!

Songtext:

Du blibsch für geng

We aues vergeit u kes Fundamänt meh treit
We dr Mond u we d’Sunne vom Himmu abegheie
We d’Wärte umflüge u d’Mönsche nur no lüge
We ds Änd vo dr Wäut vor dr Türe steit

Du blibsch für geng u Du bisch immer gsi
Niemer cha Di stürze u niemer faht Di i
Denn am Schluss wärde alli stunend gseh
We aues vergeit – Du blibsch für immer Herr

D’Völker möge tobe, Dämone u Götter lobe
Vor Mönsche niederfaue u Türm bis i Himmu boue
We sech au gäge Di verbünde oder jede gäge jede isch
I jedem Fau wird klar, dass nur Du Chünig bisch

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2005/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

I blibe

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Der Song wurde vor vielen Jahren bei der Neuinszenierung des Musicals JONA gespielt. Er wurde jedoch nicht eigens dafür geschrieben, sondern hat den Weg thematisch ins Musical gefunden. Der Song ist im 2000 entstanden und hat bereits mehr als 15 lange Jahre auf dem Buckel. Aber er bleibt – der Song bleibt, das Thema bleibt, der Inhalt bleibt. So hoffe ich. Sollte der Song jedoch mal in Vergessenheit geraten, bleibt die enthaltene Wahrheit des Songs. Und darum geht’s.

Wiedermal habe ich es nicht geschafft. Ich möchte gerne so, aber ich kriege es nicht hin. Freundlich sein, wenn mir der raue Wind des Gegenübers entgegentritt. Nicht schlecht über andere reden, diesen und jenen Vorsatz umsetzen. Die Gedanken auf gerader Bahn halten, die ganze Wahrheit sagen und so weiter… Du kannst Dir da eine ganze Palette an Dingen vorstellen und ausmalen und darum geht’s. Wir schaffen es nicht. Und es gibt sie dann – die Leute, die Dir davon laufen, mit Dir nichts mehr zu tun haben wollen, Dir den Rücken zukehren, sich nicht mehr melden und so weiter. Ja, es braucht nicht viel und wir versagen. Ein kleines Windchen und wir fliegen um, ein kleines Steinchen auf dem Weg und wir stolpern. So ist das nunmal. Und wir werden dann enttäuscht.

Aber nicht von demjenigen, der bleibt. Egal, was wir tun. Egal, wenn wir es wieder nicht schaffen. Nicht das es egal wäre … Aber es ändert sich nichts an der Tatsache, dass einer bleibt. Auch wenn uns alle oder wie viele auch immer verlassen. Er bleibt. Er bleibt an unserer Seite. Seine Liebe für, seine Sehnsucht nach uns bleibt. Wenn wir versagen – er nicht. Wenn wir untreu sind – er nicht. Aber wir müssen wollen. Nein, er drängt sich uns nicht auf. Aber er macht uns das Angebot, als Freund bei uns zu bleiben, immer. In jeder Lebenslage und jeder Situation. In jedem Straucheln und Versagen hält er zu uns. Dieser Freund ist kostbar, unbezahlbar, unersetzbar. Es gibt keinen zweiten solchen. Ich liebe das Bild der zweiten Strophe: Und wenn es mal stürmt, sehe ich Spuren im Sand. Spuren nur von zwei Füssen. Sind das meine Spuren? Wo nur ist Deine Hand? Wo bist Du? Jetzt, wo ich Dich so dringend brauche? Da merke ich plötzlich, dass Du mich ja durch diesen Sturm hindurch trägst. Du trägst mich in Deinen Armen!

Manchmal sind wir blind. Können, wollen es nicht sehen und wahrhaben und es fällt uns schwer zu glauben. Aber auch dann: Jesus ist da. Er verlässt mich nie. Er bleibt. Er bleibt für immer und ewig. Und ich will mich an diesem einmaligen und göttlichen Freund festhalten – für immer.

Songtext:

I blibe

Schüch lueg i uf, vo dert unde woni bi
meh u meh stigt mi Blick, da gsehni Di
Du steisch da, ganz nach bi mir
u seisch liebevoll zu mir:

Gib mir dini Hand, i steue di uf Bei
Hie isch mini Hand, i begleite di hei
dert chasch du blibe, nach a dr Quelle si
we du wosch, du muesch wöue, de bliben i
I blibe für immer, für immer bi dir
Wine Fründ, wo nie verseit
Äs Füür, wo nie vergeit
so bin i für di, i blibe immer, blib immer i mir

U wes mau stürmt, gsehni Spure im Sand
si die Spure vo mir, wo isch Dini Hand
u da merk i, dass Du mi ja treisch
i Dine Arme u Du seisch

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
2000/2009 © endlos productions aus Produktion ‚Chünigschind 2‘ www.endlos.ch

I luege uf

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Es ist eine bekannte Geschichte. Die Jünger wurden von Jesus nach einem bewegenden Abend auf die andere Seeseite geschickt. Jesus selbst wollte noch alleine mit Gott sein. Die Jünger machten sich auf den Weg und als sie in der Mitte des Sees waren, wurden Sie von einem Sturm überrascht. Petrus, welcher bei Ereignissen oft als Erster reagierte, hatte auch hier das Wort ergriffen: in diesem Sturm kam eine Person auf dem Wasser auf das Schiff zu, die Jünger dachten es sei ein Gespenst, sie schrien und hatten Angst. Jesus sprach: Fürchtet euch nicht – ich bin es. Und dann eben Petrus: Herr, wenn Du es bist, so rufe mich aufs Wasser. Und Jesus rief ihn und dann kam dieser Moment: Ein Fuss (das würden wir sicherlich auch noch tun; zwar vielleicht im Angesicht eines Sturms nicht mehr), dann kam der zweite Fuss … die erste Hand liess er vom Boot los, dann die zweite. Vermutlich hielten die anderen Jünger die Luft an und warteten gespannt was passiert.

Und was passierte … es funktionierte! Petrus konnte auch wie Jesus auf dem Wasser gehen. Sagenhaft. Er hielt seinen Blick fest auf Jesus, auf sein Ziel, diesen Wundertäter, der diesen Wassergang erst möglich macht. Aber dann … eine riesige Welle kam auf Petrus zu und er liess seinen Blick (verständlicherweise) auf diese Welle schweifen. Aber das war das Ende. Er begann zu sinken. Er schrie. Und plötzlich – da war die Hand Jesu‘. Er ergriff sie, Jesus zog ihn nach oben. Er rettete ihn. Sie stiegen ins Boot. Noch bevor sie ins Boot stiegen, sagte Jesus zu ihm: „Hast Du so wenig Glauben, Petrus? Vertraue mir doch“. Vielleicht haben die anderen Jünger alle genickt: hörst Du Petrus? Und wenn nicht die Jünger, nicken wir dem nassen Petrus zu … mit diesen Worten.

Aber Petrus hat etwas, wovon ich gerne ein gutes Stück mehr haben möchte: Mut, Entschlossenheit, Lust etwas auszuprobieren. Die anderen Jünger im Boot und wir können ruhig am Trockenen nicken, auf Petrus zeigen und ihm auch noch gerade eine Lektion erteilen. Aber er war der einzige, welcher sich gewagt hat, der Boden – das Schiff zu verlassen. Er ist der Einzige, der die Erfahrung gemacht hat, wenn ich auf Jesus schaue, ist es sogar möglich auf dem Wasser zu gehen. Und wenn ich nicht auf Jesus schaue, sinke ich. Dann ist es auch egal, ob wir zu diesem Zeitpunkt auf dem Wasser, im Beruf, in der Familie, in einer Krise oder wo auch immer stehen. Ohne Blick auf Jesus sinken wir. Und selbst wenn wir es eben nicht schaffen, unseren Blick in egal welcher Lebenssituation auf Jesus zu richten und wir gerade im Begriff sind, unter zu gehen – bleibt noch die Möglichkeit des Rufs: Herr hilf mir. Und Jesus wird unmöglich zu schauen, wie wir vollends versaufen. Er wird wie bei Petrus die Hand nach uns ausstrecken und uns nach oben ziehen. Vielleicht nicht so, oder so schnell wie wir uns das wünschen und vorstellen. Aber er wird.

Songtext:

Es macht mir Chummer, wen i uf d’Wälle luege
U luegi uf e Sturm, fah i a sinke
I cha mini Schwechi ganz ruehig zuegäh
U wär Gschicht kennt, weiss, dass i nid ertrinke

I luege uf, i Dini funkelnde Ouge
Dine offene Arme schänken i Gloube
Du blibsch uf em Wasser stah
Dr tobend Sturm cha Dir nüt aha

Im Gägesatz zu mir, wes mir wiedermau nid glingt
U d’Richtig vo mim Blick leider nid stimmt
U i Dini Gägewart u Dini Arme wott verlah
Alleini chan i sicher nid uf em Wasser stah

I luege uf u weiss, dass Du da bisch
U nid es Gspängscht, wo uf em Wasser schwäbt
Ja i weiss, dass Du mir Halt gisch
U das ds Wasser üs beidi häbt

Text und Musik: Benjamin Nyffenegger
© 2010 endlos productions – www.endlos.ch
Song aus CD „Träne & Hoffnig“