Himmu

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Kennst Du Mister Lazarus? Ich nicht persönlich, aber ich bin ihm in einer eindrücklichen Geschichte begegnet. Vor Über 15 Jahren habe ich dann über diese Mann ein Musical geschrieben – bis jetzt wurde es nicht inszeniert und veröffentlicht. Und dieser Song handelt eben von Mister Lazarus. Er war arm. Sehr arm. Wirklich bemitleidenswert. Es gab da auch noch ein anderer Mann in der Geschichte, frag mich nicht nach seinem Namen … ich weiss es nicht. Auf alle Fälle war dieser reich. Steinreich. Und diese beiden begegneten sich. Der Reiche in seinem Palast mit allem was Du Dir nur so wünschen und erträumen kannst. Vor dem grossen Tor dieser Villa sass Lazarus. Gekleidet in seinen hässlichen Lumpen, krank und hungrig. Ja den Hunden des reichen Mannes ging es um Längen besser als diesem Kerl da draussen. „Was macht er eigentlich vor meiner Villa? Der soll gefälligst mal den Platz räumen.“ Ok, der Mann war so grosszügig und gab ihm einige Brotkrümmel – immerhin. Die Geschichte geht natürlich noch weiter und weiter. Ich kürze mal ab.

Der arme Mister Lazarus starb. Dem reichen Mann blieb dies ebenfalls nicht erspart – er starb auch. Was nützte ihm nun all seinen Reichtum? Auch da kürze ich ab. Wenn Du mehr erfahren willst, kannst Du die Geschichte in der Bibel Lukas 16,19-31 nachlesen. Und nun kommt dieser Song ins Spiel. Lazarus erwacht, öffnet die Augen und kommt zum Staunen nicht mehr raus. „Was – bin ich falschen Film? Hat mich der reiche Mann in seine Villa reingelassen. Kann nicht sein, diese würde im Vergleich mit dem was ich hier sehe einer alten Bruchbude nahekommen. Also wo bin ich dann? Ist es nur ein Traum?“ Ihm fehlen die Worte, diese Schönheit, diese Herrlichkeit, diese Wärme, dieses Licht, diese Liebe… „Dann kann mit Garantie ein Örtchen auf der Welt sein. Ich muss mich irgendwo sonst befinden … em – wenn ich so drüber nachdenke… hat dieser Jesus nicht mal davon erzählt, er würde die Welt verlassen und gehe seinen Freunden an einem anderen Ort Wohnungen bauen. Ich muss nun so in einer Wohnung sein, mal rumschauen, ob ich diesen Jesus auch erblicken kann.“

Ich habe über diesem Song vor lauter Berührt-sein schon einige Tränen vergossen. Diese Worte des Songs kommen nicht alle in oben erwähnter Geschichte vor, aber es ist eine Sammlung von Bibelworten, welche uns die Ewigkeit und das Leben nach dem Tod beschreiben. Und das ist einfach nur gewaltig. In dieser Ewigkeit wird Gottes Traum nach einer reinen und beständigen Gemeinschaft mit den Menschen in Erfüllung gehen. Es wird nichts Böses mehr geben. Keine Schlange wird die Menschheit verführen, keine Lüge und Sünde uns noch jemals vor Gott trennen können. Jedes Leid, welches dem Lazarus begegnet ist auf Erden, jede Not, jede Krankheit und letztlich sein Tod – all das wird von ihm abgewaschen im Himmel. Er wird es nicht mehr spüren, es wird ihn nichts mehr quälen, es wird in nichts mehr verfolgen. Herrlich, Gnädig – einfach wunderbar.

Songtext:

Himmu

I mache d’Ouge uf und was darf i gseh
Ds Aute isch vergange, äs isch niene meh
I ha nöii Chleider, herrlech u wiss
U mir wird klar, das isch mi Pris
I has nid verdient, i ha nüt chönne gä
Nume mis Läbe u das het är dörfe nä
Är het mir gseit, i söu ihm vertroue
Är wird ds Beschte mache u mir ä Wohnig boue

U itz bini da u mir geits nur no guet
I merke wien är jedi Träne abwüsche tuet
Geborge im Friede u Liebi füut mis Härz
Es stimmt: hie gits ke Leid u ke Schmärz

Mängisch hani mir ä Himmu gmalt
Ä so wien is mir wünsche us mir äbe gfalt
Jedi Vorstellig und all mini Tröum
Het är übertroffe mit mim nöie Dehei
Alls isch so herrlech und wunderbar gmacht
D’Sunne schiint immer, es git keni Nacht
I cha nur no stune u bi tief bewegt
I bi im Paradies und muess nieme wäg

Hie gits ke Angscht, ke Chrieg u ke Tod
Nüt Böses, ke Schmärz, ke Leid u ke Not
Hie gits nur no Friede u Grächtigkeit
Einheit u Liebi wo nieme vergeit